Kinder gestalten WM-Kandidatur

«Live the future!», lautet das Motto der St. Moritzer Ski-WM-Kandidatur 2017. Mit einem Wettbewerb für Kinder und
 Jugendliche wird die Kandidatur-Endphase eingeläutet.

Der 31. Mai 2012 soll für St.Moritz und das Engadin ein ganz besonderer Tag werden: An diesem Donnerstag nach Pfingsten wird am FIS-Kongress in Südkorea entschieden, wer in fünf Jahren die Weltmeisterschaft der alpinen Skirennfahrer austragen darf. Nach zwei vergeblichen Anläufen ist St.Moritz in der Favoritenrolle. Das sieht auch Hugo Wetzel, Präsident des für die Kandidatur gegründeten Vereins «Alpine Sport Events St.Moritz/Engadin» (ASESE), so. «Sportpolitisch ist ganz klar die Schweiz an der Reihe», sagte er kurz nach den erfolgreichen Weltcuprennen vor drei Wochen gegenüber der «EP/PL». Als erfahrener «Kandidatur-Fuchs» weiss Wetzel aber auch: Zurücklehnen gibt es nicht, die beiden weiteren Kandidaten aus Cortina d’Ampezzo (It) und Åre (Sd) rechnen sich auch ihre Chancen aus.

Die Zukunft im Fokus
Zu überzeugen gilt es primär die Mitglieder des FIS-Vorstandes, die letztlich den Kandidaturentscheid treffen werden. Das technische Dossier ist längst eingereicht, Gespräche mit den Entscheidungsträgern werden laufend geführt, jetzt muss das St.Moritzer Kandidatur-Komitee vor allem noch an den Details feilen.
Und ein solches, nicht unwichtiges Mosaiksteinchen, ist das Motto der Kandidatur inklusive dem Auftritt im fernen Südkorea. Nachdem St.Moritz bei den beiden letzten Kandidaturen auf Hochglanzbroschüren als der Wintersportort präsentiert worden ist, wurde das Kommunikationskonzept für 2017 überarbeitet. «Live the future! – Lebe die Zukunft!» lautet das Motto, mit dem man in gut drei Monaten erfolgreich sein will. Nach der Dossierpräsentation vom vergangenen Herbst beim Internationalen Skiverband (FIS) sei die Erkenntnis gewachsen, dass sich die Kandidatur stärker nach der Gesamtdestination richten müsse, erinnert sich Wetzel. Diese befasst sich zurzeit mit der Strategie 2025, blickt also weit voraus in die
Zukunft. «Und wer verkörpert die
Zukunft von St.Moritz besser als unsere Kinder und Jugendlichen?», stellt
Wetzel die rhetorische Frage.

Attraktiver Wettbewerb
Damit dieses Motto nicht zum reinen Lippenbekenntnis wird, soll der Engadiner Nachwuchs aktiv in die
Bewerbungsbemühungen miteinbe-
zogen werden. Zusammen mit der «Engadiner Post/Posta Ladina» wird deshalb heute der Wettbewerb «Engadiner Kinder und Jugendliche gestalten die St.Moritzer WM-Kandidatur» lanciert (siehe separate Seite in der heutigen Ausgabe). Dies mit einem Mal-, Kurzgeschichten- und Kurz-
video-Wettbewerb. Dabei gibt es tolle Preise zu gewinnen, aber nicht nur das: Die schönsten Zeichnungen werden in Südkorea zur Dekoration des WM-Standes gebraucht, die spannendsten Kurzgeschichten finden Eingang in die Kandidatur-Broschüre, die am FIS-Kongress verteilt wird, und die besten Videos werden auf den verschiedensten Vektoren zu sehen sein. Einsendeschluss für die Beiträge ist der 10. März, die Jurierung erfolgt
pro Kategorie durch ein dreiköpfiges Gremium, beim Malwettbewerb wird es zusätzlich zwischen dem 12. und 17. März ein Online-Publikumsvoting geben.
«Wir wollen St. Moritz aus der Sicht der Kinder zeigen», freut sich Wetzel heute schon auf den Auftritt in Süd-
korea. Und er ist überzeugt, dass dieser Auftritt für einige Überraschung sorgen wird. Weil er in dieser Art von
St. Moritz nicht erwartet wird.
Alle Infos zum Wettbewerb auf der Spezial-
seite in der heutigen Ausgabe oder unter 
www.stmoritz2017.ch/wettbewerb
 

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.