«Was isch en Ufriss?», war meine erste Frage auf der Redaktion der «Engadiner Post» und ein erster grosser Schritt ins Fettnäpfchen. Zwei Sekunden später stellte sich heraus, dass es erstens ein Anriss ist und zweitens überhaupt nichts mit dem «Ufriss» zu tun hat. Ich lernte schnell die Fachbegriffe, welche beim Zeitungsmachen verwendet werden. Vielleicht werde ich diese bald nach meinem Praktikum wieder vergessen haben... Aber was bleibt, sind die Erinnerungen an ein anstrengendes (im positiven Sinne) und abwechslungsreiches Praktikum. Was ich nicht alles gelernt habe während dieser kurzen Zeit... Schon in der ersten Woche schaffte es mein Artikel auf die letzte Seite. Oder ich konnte mich für meine Kulturartikel stark machen und erhielt Farbe – wo doch Marie-Claire immer für die Kulturseiten dafür kämpft (zugegeben: Ich konnte mich nur zwei Mal durchsetzen). Ich weiss jetzt, dass fürs Schwingen spezielles Sägemehl gebraucht wird; wie es ist, sich eine ganze Nacht mit Beethoven volldröhnen zu lassen; wie toll ein Seifenkistenrennen sein kann; was ein Seilbahnmechatroniker ist; wie das Sportzentrum «Ova Verva» in St. Moritz im Bauzustand aussieht und ich weiss eine ganze Menge über Snus (das werden Sie in einer späteren Ausgabe lesen können). Ich würde sagen: alles in allem – trotz den Strapazen beim Slow up auf den Albula – war es ein gelungenes Praktikum. Ich erlebte Sachen, welche ich als «Nicht-Praktikantin» niemals gemacht hätte. Doch in ein paar Tagen beginnt der «Ernst des Lebens» an der Uni wieder und es ist «time to say goodbye».
Autorin: Alexandra Donat












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