Solchen und weiteren Fragen rund um die Fischbestände des grössten der Engadiner Talseen gingen letzte Woche Forscher der Uni Bern und der ETH Zürich nach. Im Auftrag der EAWAG, der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz hatten die Hydrologen und Fischbiologen in Plaun da Lej ihr Feldlabor aufgestellt, um erste Bestandesaufnahmen ihrer Untersuchungen vorzunehmen. In Zusammenarbeit mit dem lokalen Fischerei-Inspektorat legten sie an verschiedenen Stellen im See Netze aus, wobei sie Probefänge bis auf den Seegrund hinab vornahmen. Auch in der Nacht waren die Forscher unterwegs, um Material für ihre Analysen zu sammeln. Die gefundenen Fische wurden vor Ort vermessen, gewogen und fotografiert. Die Auswertung der Untersuchung steht noch an. Doch die Experten vor Ort bemerkten, wenige Saiblinge, viele Bachforellen und einige grosse Namaycush gefangen zu haben. Die Ergebnisse der Silsersee-Analyse, die sich in eine umfassende Studie zu verschiedensten Schweizer Seen einreiht, sind frühestens in einem Jahr zu erwarten.
Autorin: Marie-Claire Jur












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