Aldo Manzoni-Badrutt (1930–2013)

Do, 18. Apr. 2013

Die katholische St. Karlskirche von St. Moritz-Bad war am Abdankungstag des am 5. März verstorbenen, gern gesehenen Aldo Manzoni bis zum letzten Platz besetzt, um vom ortsverbundenen St. Moritzer der alten Garde Abschied zu nehmen.

Die grossräumige katholische St. Karlskirche von St. Moritz-Bad war am Abdankungstag des am 5. März verstorbenen, gern gesehenen Aldo Manzoni bis zum letzten Platz besetzt, um vom ortsverbundenen St. Moritzer der alten Garde Abschied zu nehmen.
Pfarrer Stucker wusste auf zu Herzen gehende Weise das Lebensbild des Verstorbenen in seine von den üblichen Riten begleitete Predigt in würdigem Rahmen einzubauen.
In Samedan am 29. Januar 1930 im Hause seiner Grosseltern geboren, war er ein Spross der im Engadin bekannten Kupferschmied-Dynastie. Drei Jahre später erfolgte der Domizilwechsel seiner Eltern mit Aldos sieben Jahre älteren Schwester Clara nach St. Moritz, wo der aufgeweckte, stets gut gelaunte Bursche seine Primar- und Sekundarschulzeit verbracht hat. Als ausgebildeter Elektromonteur arbeitete er mit Freude bis Ende der Fünfzigerjahre auf dem erlernten Beruf. Durch den plötzlichen Tod seines Vaters wurde ihm die Verpflichtung auferlegt, dessen Kupferschmiede bis anfangs der Siebzigerjahre weiterzuführen. 1960 heiratete er seine Frau Silvia, dem glücklichen Paar wurden in der Folge vier Kinder geschenkt. Gemeinsam mit Silvia baute er sein schönes Haus, welches den Namen «Sadareco» nach den Vornamen ihrer Sprösslinge Sandro, Daniela, Renata und Corado erhielt. Besonders stolz war Nonno Manzoni auf seine sieben Enkelkinder.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit war Aldo ein äusserst begabter und vielseitiger Sportler. In jungen Jahren erlebte man ihn als Skikjöringfahrer bei den internationalen St. Moritzer Pferderennen. Mit seinem Freund und Klassenkameraden Odilo Del Curto sprang er wagemutig auf der Olympiaschanze. Er war Skilehrer und Vorstandsmitglied der Skischule St. Moritz sowie ein gern gesehenes Mitglied des Eisstockclubs. Als eingefleischter Engadiner war er natürlich ein begeisterter Hochwildjäger und erfolgreicher Forellenfischer. Während der Sommermonate seiner letzten Jahre begegnete man ihm beinahe täglich auf der Bocciabahn und in gemütlicher Runde war er ein sehr guter Jasser und Skatspieler.
Leider nahm seine Lebenskraft in den letzten Jahren zusehends ab, und er war auf die Pflege und Hilfe seiner ihm treu zur Seite stehenden Gattin Silvia sowie all seiner Familienangehörigen angewiesen. Am 5. März schloss sich sein Lebenskreis und ein überaus grosser Familien- und Freundeskreis bewahrt Aldo ein bleibendes, ehrendes Andenken.

Philipp Walther

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