Albert Burkhalter-Picenoni (1940–2013)

Mi, 15. Mai. 2013

Schmerzerfüllt verbreitete sich die traurige Kunde vom plötzlich erfolgten Hinschied des allerseits gern gesehenen und überall mit Dankbarkeit geachteten Champfèrers Albert Burkhalter.

Jetzt, da der unermüdliche Schaffer, der dienstfertige Helfer und Unterstützer in jeglicher Beziehung die einkehrende Ruhe und stille Beschaulichkeit hätte geniessen können, ist all seine beabsichtigte weitere Lebensgestaltung jäh verunmöglicht worden.
Seine Mutter, eine gebürtige Vorderrheinerin, welche Albert als zweitjüngsten Spross der fünf Burkhalter-Kinder mit seinen vier Geschwistern Annigna, Godi, Leni und Elsi zielgerichtet erzogen hat, war mit ihrem bodenständigen Gatten im St. Moritzer Schulhaus Dorf untergebracht. Vater Gottfried, ein äusserst begabter und pflichtbewusster Berner Möbelschreiner, galt weit und breit als beispielhafter Schulhausabwart und erfüllte zudem als Turmwart der evangelischen Dorfkirche seine diversen zusätzlich auferlegten Verpflichtungen über vier Jahrzehnte lang bis zu seiner Pensionierung. Welch ein Zufall trat in Alberts Leben ein: Mama Burkhalter begann ihr Leben im Quellgebiet des Vorderrheins und deren Sohn vollendete das seinige nahe beim Mündungsgebiet des Rheins durch seinen urplötzlich eingetretenen Sekundentod auf der Rheinschifffahrt von Basel nach Amsterdam.
Die Burkhalter-Familien zeichnen sich durch ihren ausgeprägten Familien- und Gemeinschaftssinn aus. Ihre gelebte christliche Weltanschauung verkörpert immer wieder deren angeborenen Sinn fürs Schöne, Edle und Gute dieser Welt. Die Achtung und Bewahrung, die allen klar denkenden Menschen mitgegeben wird, sind die natürlichsten Werte, welche die Grundlage zu einer Zielstrebigkeit bilden. Der unermüdliche Einsatz zum Wohlergehen aller in Not- und Konfliktsituationen geratenen Mitmenschen durch beispielhaft dargelegte und vorgelebte Beweisführung, war Albert Burkhalters Leitfaden für sein unermüdliches Wirken als Präsident der regionalen Vormundschaftsbehörde, der evangelischen Kirchgemeinde Sils-Silvaplana-Champfèr und der Mili-Weber-Stiftung. Der ihm eigene, ausgeprägte Sinn zu gemeinschaftsfördernder Vereinstätigkeit an den jährlichen Kirchgemeinde-Sonntagen, aber auch sein lückenloses Mitwirken im Champfèrer gemischten Chor bleiben unvergessen.
Als begnadeter Führungstyp mit mitreissendem Enthusiasmus war ihm auch wahre militärische Kameradschaft zugesichert.
Die Jugendarbeit, welche der Verstorbene an den Tag gelegt hat, trat in besonderem Masse während seiner Zeit als jahrelanger Leiter der Schreiner-Lehrlingswerkstätte in Samedan hervor. Albert Burhalter war kein Freund angepackter Halbheiten und gewollter Lobhudelei; überall, wo er Hand angelegt hat, trat sein herzhaftes Engagement hervor und es florierte stets das Endziel im Sinne der erstrebten Verwirklichung.
Seine schwergeprüfte Gattin Anita, die mit ihm Freud und Leid geteilt hat, seine dankbaren Kinder und deren Familien sowie seine Geschwister und die vielen in guter Freundschaft verbundenen Menschen wissen allzu sehr um die grosse Lücke, welche ihnen und der Allgemeinheit durch den dermassen harten Schicksalsschlag entstanden ist. Möge das bleibende Andenken an unseren lieben Albert in den Herzen aller, die ihm wohlgesinnt waren, weiterleben.
Philipp Walther

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