Remo Fisler – Engi 1921 – 2013

Do, 23. Mai. 2013

Nach dreimonatigem Aufenthalt im Oberengadiner Pflegeheim durfte der einstmals so vitale, überall und in jeder Hinsicht von optimistischer Weltanschauung geprägte Poschiaviner von dieser Welt Abschied nehmen.

Nach dreimonatigem Aufenthalt im Oberengadiner Pflegeheim durfte der einstmals so vitale, überall und in jeder Hinsicht von optimistischer Weltanschauung geprägte Poschiaviner von dieser Welt Abschied nehmen. Von starkem Familien- und beispielhaftem Gemeinschaftssinn beseeltem Wesen ist ein hilfsbereiter Silvaplaner Mitmensch nicht mehr unter uns. Remo Fisler hat seine besondere Daseinsfreude bis ins hohe Alter bewahren können und war der unermüdliche Erzähler aus seinen diversen Lebensbereichen aus früheren Zeiten stets bestrebt. Wissenshungrig ist es ihm auch möglich gewesen, als Müllersohn einer Puschlaver Grossfamilie die Handelsabteilung der Bündner Kantonsschule in Chur zu besuchen und diplomiert abzuschliessen. Die Entdeckung der weiten Welt, die längere Zeit des militärischen Aktivdienstes in der Heerespolizei auf dem Gotthardpass mit der immer wiederkehrenden persönlichen Begegnung mit General Henri Guisan belebten immer wieder Remos Mitteilungsfreudigkeit. Sein glückliches Eheleben mit seiner ihn stetsfort unterstützend, treu zur Seite stehenden Gattin Lydia schenkte ihm die vier dankbaren Töchter: Silvia, Ursula, Ruth und Heidi, welche nunmehr selbst mit ihren Ehemännern zu Grosseltern geworden sind und allesamt den Neni und Urneni dankbar geschätzt haben. Dem begeisterten Sänger und äusserst begabten Handwerker und Bastler mögen wir alle mit diesen Zeilen besonders eingedenk sein. Der St.?Moritzer Männerchor «Frohsinn» hat eines seiner treuesten und verdienten Ehrenmitglieder verloren und der leider nicht mehr existierende Cor Rumauntsch San Murezzan – Schlarigna – Champfèr hat Remos kraftvolle Tenorstimme über fünfzig Jahre seines Bestehens zu schätzen gewusst. Unvergessen bleibt auch Fislers Sensenmäher-Kunst, welche jedem Grashalm in frühmorgendlicher Stund den Garaus machte. Kein zweiter machte es ihm dermassen perfekt nach. Hobbymässig verfertigte er in seiner Hauswerkstatt vorerst in Surlej in der grösseren Wohnung, und nach Fislers Umzug in die Silvaplaner Alterswohnung «La Dmura» in eingeengter Räumlichkeit, unzählige Holz- und Gipskonstrukte. Die von ihm unentgeltlich abgegebenen «Schutzengeli» in weissem Material kunstvoll hergestellt, zieren manches Stübchen seiner vielen dankbaren Freunde und Bekannten. Es sind dies bleibende Erinnerungsstücke eines edlen Mitmenschen, der unvergessen bleiben möge.     (Philipp Walther)

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