Testa hat das Hotel Scuol Palace wieder!

| Fr, 16. Aug. 2013

Für gut 2,3 Millionen Franken fiel das Hotel Scuol Palace am Freitag anlässlich einer Versteigerung an die früheren Besitzer und aktuellen Gläubiger, die einfache Gesellschaft Clemgia Tarasp AG (G. Testa & Co./Fratelli Triacca SA) zurück.

Gerade einmal sieben Minuten dauerte am Freitag Nachmittag die Versteigerung des Hotelkomplexes Scuol Palace in Scuol/Nairs samt Nebenparzelle. Einzige Interessenten vor Ort waren Markus Testa und Anwalt Stefan Metzger von der einfachen Gesellschaft Clemgia Tarasp AG. Für 2,35 Millionen Franken hat sich Markus Testa das Hotel Scuol Palace sozusagen zurückersteigert.

Auf den vermeintlichen Kauf des Hotels durch die AZ Swiss Invest Finance Holding AG mit dem usbekischen Investor Azim Utamuradov und dem Samedner Anwalt Guido Lazzarini angesprochen, sagte Markus Testa noch vor der Versteigerungseröffnung: «Wir haben zwei Mal Geduld gezeigt und der AZ neue Termine gewährt. Jetzt ist Schluss.» Die AZ hatte am 16. April einen Kaufvertrag über mehrere Millionen Franken mit dem vormaligen Besitzer, der jüdischen Friedman GmbH unterschrieben. Das Geld floss aber nie. Guido Lazzarini erwähnte gegenüber der EP/PL bereits am Freitag Vormittag, dass der geplante Kauf nicht erfolgen würde. «Es sind zwei Kulturkreise aufeinandergestossen, es war nicht einfach», sagte Lazzarini und  schloss nicht aus, sein Mandat als Verwaltungsratspräsident der AZ abzugeben.

Markus Testa liess nach erfolgter Versteigerung verlauten, dass er nun mit Hochdruck den Verkauf des Hotels vorantreiben will. «Es bestehen verschiedene, vielversprechende Kontakte.» Testa schliesst nicht aus, die Liegenschaft an einen der beiden bisherigen Interessenten zu verkaufen. Beide, die Stiftung Nairs und die AZ AG hätten nämlich interessante Nutzungskonzepte vorliegen gehabt. «Vorausgesetzt, sie sind weiterhin am Kauf der Liegenschaft interessiert», so Markus Testa.

Auch die Gemeinde Scuol war mit rund 31'000 Franken Gläubigerin der Friedmann GmbH. «Dieses Geld ist mit der heutigen Versteigerung verloren», bilanzierte Gemeindepräsident Jon Domenic Parolini. Trotzdem zeigte sich Parolini erleichtert, dass die Versteigerung endlich über die Bühne ging. «Für uns ist es von zentraler Bedeutung, dass die Nutzung der Liegenschaft vorwärtskommt und damit der Zerfall des Gebäudes verhindert werden kann», so Parolini.

Autor: Jon Duschletta

 

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