Wenn das schnelle Geld lockt

| Fr, 16. Dez. 2016

Den Schneesport am Berg unter dem Wert verkauft, schädlich für den Ruf in Sachen Preispolitik und nicht nachhaltig – eine Crowdfundingaktion der Bergbahnen Saas-Fee, die den Saisonpass für 222 Franken verkauft, ist für die Bergbahnen im Tal keine Option. Mehr dazu in der Dienstagsausgabe.

Wäre eine Crowdfunding-Aktion wie die in Saas-Fee auch hier im Engadin sinnvoll?

Klar, was für eine innovative Idee. Wenn Saas-Fee es sich leisten kann, wäre das auch im Engadin möglich.
64% (213 Stimmen)
Die Idee ist gut, aber nicht zu so einem Spotpreis.
17% (55 Stimmen)
Nein, Crowdfunding ist hier völlig fehl am Platz. Die Preise für die Saisonabos haben ihre Berechtigung.
19% (63 Stimmen)
Gesamtstimmen: 331

Kommentare

Tolle Voten und Kommentare! Gibt das den Entscheidungsträger im Engadin nicht zu denken? Dass eure eigenen Einheimischen denken, dass Ihr auf dem Holzweg seid?! Innovation, neue gute Ideen sind gefragt statt dem ständigen Jammern! Die Fr. 222.- sind zusammen mit dem massiven Werbeeffekt und Imagegewinn ein mehrfaches davon wert. Und die ganze Tourismus-Wertschöpfungskette vom Restaurant, Hotel bis zum Coop und dem Sportgeschäft werden massiv profitieren, ein richtiger Coup. Geht hin und macht etwas, Hauptsache nicht schon wieder dasselbe wie in den letzten 20-30 Jahren. Neue Köpfe und neue Entscheidungsträger braucht das Tal. Bereits wieder nach Subventionen zu schreien ist zu wenig und sehr, sehr billig, wenn man das Kapital der wunderschönen Natur betrachtet, das gratis war!
Tim, klar zahlt die region in form von aktienbeteiligungen an den bahnen welche jedes jahr aufgestockt und dann wieder entwertet werden. leider sind die bergbahnen und touristiker blind hier oben. sie merken nicht das nicht neue hotels gäste bringen sondern events und gute angebote. zb ist das schlechtwetter angebot nicht gut usw. die corvatschbahn macht den anderen einiges vor deshalb auch die steigenden eintritte: halbtax, events, hund gratis usw ... wir müssen an den angeboten arbeiten. statt viele kleine events lieber alle zusammenlegen und richtig grosse konzerte mit nahmhaften stars organisieren und anderes. zb auf dem see: wenn keine rennen sind die electro buggys von montebello auf den see bringen und rennen veranstalten usw. gibt viele möglichkeiten. wir müssen an uns arbeiten und an dem was wir anbieten. hotels hat es mehr als genug, wenn die durchschnittliche 62% auslastung angeschaut wird.
Ist klar machen die Oberengadiner nicht mit aber dann jammern wenn niemand mehr neues kommt. Vielleicht würde es den Leuten hier so gefallen dass sie das Jahr darauf wieder kommen. Aber mit kleineren Pizzen kriegt man sicher nicht neue Gäste.
Das ist eine geniale Idee! Alle sprechen davon, alle sprechen über Saas Fee. Und viele werden nun versuchen, dort etwas zu buchen. Und dies nicht zwingend, um unbedingt zum günstigen Tarif Ski zu fahren. Saas Fee hat damit Sympathiepunkte gesammelt. Für Innovation, für Mut, für Anderssein, gegen Arroganz, usw. Es macht keinen Sinn, darüber zu redden, ob sowas für St. Moritz sinnvoll ist oder nicht. Die Idee ist weggeschnappt! Preidumping ist nicht das Thema. Das Thema ist Innovation! Also, liebe Gian-Gieris: Nicht über Saas Fee wettern und diskutieren - selbst kreativ warden und die Sommer- und Wintersportler verblüffen. So dass alle darüber sprechen.
Das Engadin geht halt den entgegengesetzten Weg: Immer mehr Geld verlangen, dafür immer Weniger Gäste. Ist natürlich auch eine Möglichkeit, jedoch sprechen die fast leeren Pisten für sich.
Ich finde die Aktion, welche Saas Fee ins Leben gerufen hat, toll. Unkonventionell, nicht schweizerisch. Doch warum müssen wir Engadiner gleich wieder kritisieren? Wenns doch funktioniert dann BRAVO! wenn nicht, dann hat das Wallis für mich in diesem Sinne trotzdem "gewonnen". Ich liebe das Engadin von ganzem Herzen.. aber öffnet euch!
öffnen ist schon gut — aber wer soll denn das bezahlen, was die Bergbahnen ausgeben, damit Schneesport am Berg ohne eigene Anstrengung zum selber rauf laufen möglich ist? Wer, wenn nicht diejenigen, die das Angebot der Bergbahnen in Anspruch nehmen? Ob sie das via crowdfunding oder traditionell mit "Vollpreis-Saisonabos" oder einzelnen Tageskarten tun — die Ausgaben der Bergbahnen müssen dadurch jedes Jahr wieder beglichen werden können. Die z.T. gewaltigen Investitionen müssen ebenso berappt werden können wie die Löhne und die Energie, die es gerade zur Zeit für die gewaltige Schneierei braucht.
Liebe Krämerin, dazu eine kleine Rechnung: Gemäss Geschäftsbericht haben die Bergbahnen Saas Fee in den letzten Jahren im Winter jeweils etwas über 16 Mio. aus dem Personenverkehr eingenommen. Wenn sie nun dieses Jahr 100'000 Saisonabos für 222 Franken verkaufen, dann haben sie bereits Anfang Saison über 22 Millionen eingenommen.
¢Krämerin: Leider müssen die Bergbahnen nicht gewinnorientiert arbeiten. Defizit?? Bezahlt die Region, schliesslich sind alle von den Bergbahnen abhängig. Sich selber mal hinterfragen und Optimieren?? Fehlanzeige, weil bezahlt ja die Region. Überlegen, ob im Oktober (trotz warmen Temperaturen) die Schneekanonen Vollgas laufen und nach einem Tag der ganze Schnee wieder Wasser ist?? Fehlanzeigen, weil (ich weiss, ich wiederhole mich)... Jede normale Firma muss haushalten, Bergbahnen?? Fehlanzeige, weil....
also da ist was dran. So sieht man zur Zeit den Bus Nr. 8, den Hahnensee-Express, herumkurven. Der wird glaub von der Corvatschbahn bezahlt. Aber die Hahnenseepiste ist ja nicht offen…es braucht den Bus also nicht wirklich. Think positiv: immerhin wurde nicht auch noch eine Hahnenseebahn gebaut, sondern genialerweise wird ein Bus eingesetzt. Aber eben, der verpestet zur Zeit einfach nur die Luft.
Zahlt die Region???? Schön wärs........

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