Hotel Klarer schliesst Ende April

| Fr, 17. Mär. 2017

Wirtschaftliche Sachzwänge führen dazu, dass das Traditionshaus Klarer in Zuoz schliessen muss. Gemäss einer Meldung von RTR sucht die Besitzerin Rita Klarer nach Lösungen wie sie das Haus in die Zukunft führen kann.

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Kommentare

Leider wieder einmal eine nicht-zielführende "Diskussion" unter Experten. Vor allem jene, welche sich nicht mit richtigem Namen äussern oder lustige Pseudonyme verwenden (Gian und Giachen, Unterländer, Engadin Fan, Nemorino, usw.) tragen leider nichts Sinnvolles dazu bei. Wären das echt-besorgte Zuozer Einwohner, so würden diese sich für politische Ämter zur Verfügung stellen und beweisen, dass sie alles besser können ... Aber eine grosse Klappe führen und sich verstecken ist wohl einfacher. Schade!
Lieber Claudio, ist das eine PR-Aktion aus der Gemeindeverwaltung oder wieder eine Idee zur Zuozer Pflästerlipolitik? Die Zweitwohnungsbesitzer sind längst im Förderverein Zuoz organisiert und bei den Zuozer Gesprächen dabei. Noch nie, aber noch gar nie wurde das von den Gemeindeexponenten auch nur ansatzweise geäussert! Träum also weiter oder zeigt Ihr Einheimischen, dass Ihr so etwas auch umsetzen könnt. Herzliche Gratulation nach Bergün, dort geht es!
Ich bin weder in der Verwaltung noch in Zuoz ansässig. Aber ich ging ins Lyceum zur Schule und bin mit dem Engadin eng verbunden. Ich habe eine "Zweitwohnung" in Celerina weil meine Grosseltern dort lebten. Es ist meine Heimat obwohl ich nicht mehr hier lebe. Ich würde gerne im Engadin leben aber es gibt ganz einfach keine Arbeit wenn man studiert hat... Traurig traurig - wenn ich meine "Heimat" besuche komme fühle ich mir wie ein Fremder. Alle Freunde sind weg - treffe kaum jemanden, den ich kenne. Aus meiner Schulzeit sind 95% weg - auch alte Engadinerfamilien haben alles verkauft. Ich habe wohl den Absprung verpasst... Früher sprachen wir noch Romanisch auf dem Schulhausplatz - heute Portugiesisch. Aber das sind Wanderarbeiter und viele von denen sind auch schon weg. Naja - meinem Hund gefällt es in den Bergen - man muss es positiv sehen :-)
Das Engadin braucht die Zweitwohnungseigentümer. Ihr seid alle erfolgreich und konntet euch diese Wohnungen leisten. Ihr seid die Geister, die wir riefen... (ich war immer gegen diese masslose Bauerei). Es gibt eine Bürgergemeinde (die Alpen, Wälder), eine Kirchgemeinde und eine politische Gemeinde. Wieso nicht eine Zweitwohnungsgemeinde, die eure Interessen vertritt - wir wären alle gut beraten auf euch zu hören. Was in all den Gemeinden fehlt ist eine Identifikation der Zweitwohnungseigentümer mit der Gemeinde. Gründet ein Verein, dem alle Zweitwohnungseigentümer beitreten können und organisiert euch. In Bergün z.B. hat die politische Gemeinde mit grosser Mehrheit beschlossen, dass 1 Sitz im Gemeinderat den Zweitwohnungseigentümern zusteht. Dort sind nun Zweitwohnungsbesitzer direk in der Exekutive und die bringen viele neue und gute Ideen ein. Ich bin sicher Zuoz wäre auch bereit 1 von 7 Sitzen einem Vetreter der Zweitwohnungsbesitzer zu geben. Aber da müsst ihr euch erst Mal selber organisieren.
Alle Motzen hier über falsche Politik. Aber einmal überlegt, wann das Lädelisterben begonnen hat? Sicher nicht mit dem Zweitwohnungsboom. Diese Leute kaufen schliesslich im Dorf ein und erhalten viel im Dorf. Aber als der Coop gebaut wurde, gingen viel weniger Leute ins Dorf einkaufen. Also der Coop daran schuld? Nein, denn ich möchte nicht wissen was es für einen Aufschrei geben würde, wenn es den zugunsten der kleinen Läden nicht mehr geben würde! Der Tourismus im Engadin geht zurück, das ist bekannt. Anderorts ist's vermeintlich billiger und besser... Somit auch weniger Übernachtungen. Das Klarer ist heimelig und rustikal. Aber kommt dies noch immer gut an, vor allem bei den Jungen? Oder wollen die heutzutage lieber etwas modernes mit allem Komfort? Oder warum laufen die modernen Häuser in Celerina und Bever im Vergleich so gut? Zuguter letzt noch das Thema Dorfkern und Parkhaus. Entweder will man einen Dorfkern mit viel Verkehr und Parkplätzen (heutzutage fährt man lieber drei Runden um den nächstgelegenen Parkplatz zu erhaschen anstatt mal ein paar Schritte zu laufen), oder will man einen schönen Platz der Verkehrsberuhigt ist? Beides zugleich geht einfach nicht.
Den Sprung ins Neue, sprich digitale Zeitalter, hat der Oberengadiner total verschlafen. Sich gewohnt, die hohle Hand zu machen, ist er faul geworden sich zu überlegen, was will mein Gast, und nicht, wie verdiene ich möglichst viel. Aber macht Euch keine Sorgen; jedem Crash folgt "meist" etwas neues, wenn gescheit, etwas besseres. Freut Euch des Frühlingsanfangs...... Relaxt aber nicht gleichgültig.
Es ist schade dass das Klarer schliesst. Es war immer toll und ich habe auch immer wann ich in Zuoz war eine der tollen Nusstorten mit nach hause genommen. Ein Teil meiner Schulzeit scheint nun für immer zu gehen. Ich hoffe dass für das Klarer eine gute Lösung gefunden werden kann.Zuoz verliert wenn Klarer für immer schliesst
Das sehe ich genauso. Ich bin sowieso seit längerem über die Entwicklung im Engadin in baulicher Hinsicht sehr besorgt. Aber in dieser Gesellschaft hat nun einmal der Mammon das Sagen und wird umworben und umtanzt, wie in der Bibel der Tanz um das goldene Kalb. Es wird sich eines Tages bitter rächen, ich weiß aber auch keinen Rat, wie die Entwicklung aufzuhalten ist. Es verändert sich alles sehr rasant, gesellschaftlich, politisch etc...leider nicht zum Guten. Es braucht einen allgemeinen Gegentrend...aber wer soll den inszenieren??
Leider ist in Zuoz seit einigen Jahren allgemein nichts mehr los. Der Dorfplatz ist entvölkert, auch die Restaurants des nebenan liegenden Hotel Crusch Alva sind leer (früher gab es abends in der Cruschetta kaum einen freien Platz, heute sind meistens alle Plätze leer), andere Dorfläden sind abgewandert. Woran liegt das? An einer völlig falschen Politik. Früher konnte man noch schlitteln, direkt ins Dorf hinunter - das ist heute nicht mehr möglich. Alle Parkplätze im Dorfkern und vor der Schule/Gemeindehaus wurden aufgehoben - deshalb ist auch niemand mehr dort anzutreffen. Das Skigebiet wurde unnötig aufgeblasen, und infolge mangelndem Schnee ist trotzdem nichts mehr los (Kunstschnee ist wenig attraktiv). Und wieso das Geld der Gemeinde sinnlos für ein Parkhaus mit Rollband in den Dorfkern ausgegeben wird, versteht ausser den wenigen Profiteuren dieses Vorhaben (Bauindustrie) niemand (das Vorhaben wurde ja auch ursprünglich von den Stimmbürgern abgelehnt, bis eine zweite Abstimmung angesetzt wurde, welche vornehmlich von Personen besucht wurde, welche ansonsten nicht an Gemeindeversammlungen teilnehmen...). Auch sonst hat Zuoz seinen ursprünglichen Charme verloren - man denke nur an den völlig neu gestalteten Bahnhofsplatz, der heute aussieht wie in einer Grossstadt (nur noch Beton und Teer, und auch dort wurden die Parkplätze aufgehoben). Kein Wunder also dass der Dorfkern entvölkert ist - und auch ein Parkhaus wird daran nichts ändern, ganz im Gegenteil. Fazit also - mehr Attraktionen im Dorfkern wären nötug und dafür keine unnötigen Bauvorhaben mehr.
Quo vadis Zuoz? Kein Klarer mehr, kein Haushaltwarengeschäft, keine Drogerie. Dorfmarkt gestrichen, Adventsverkauf ebenso. Neujahrskonzert war einmal. 1. Augustbrunch ohne Klarer ist auch kaum denkbar. Dafür eine Tiefgarage mit direkter Verbindung in den sich leerenden Dorfkern, nachts schlecht beleuchtete Strassen, eine Bar in den ehrwürdigen Mauern des Plantaturms und viele Galerien. Es wäre wohl an der Zeit, dass die Gemeinde aktiv wird und die Weichen richtig stellt. Aussterbende Dörfer sind kein attraktiver Wohnraum - weder für Einheimische noch für Gäste!
Lieber Claudio, da hast Du recht. Es sind aber nur die Einheimischen, welche andere Gemeindevorstände wählen und an der Gemeindeversammlung abstimmen können. Solange sich die Zweitwohnungsbesitzer analog zu Silvaplana latent mies und als Geldkühe behandelt fühlen, kann von ihnen solange nicht mehr erwartet werden, bis die Einheimischen und Einwohner nicht andere Politiker aufbauen und wählen! Die Zweitwohnungsbesitzer können die Politiker nicht wählen oder auswechseln, und nur Milchkühe spielen haben sie satt! Jede Gemeinde wie Zuoz hat die Regierung, die sie wählt und verdient, so wie andere Länder wie die Türkei oder Amerika Präsidenten wie Erdogan oder Trump basisdemokratisch gewählt haben, so ist auch das stimmberechtigte Volk von Zuoz verantwortlich und in der Pflicht! Und soeben sind im Rest./Cafe/Hotel Klarer gemäss Aussage von Frau Klarer 16 Arbeitsplätze dem Tal verloren gegangen.
Lieber Engadin Fan Wir wären in der Tat gut beraten, die Zweitwohnungseigentümer im politischen Prozess miteinzubinden. In Bergün haben eben diese ein Verein gegründet, der die Interessen der Zweitwohnungseigentümer vertritt und der Gemeideversammlung einbringt. Sie haben zwar keine Mitspracherecht aber sie nehmen aktiv teil und treten mit einer Stimme auf und das hat durchaus Gehör. Alternativ könnten Sie bzw Ihr(e) Lebenspartner(in) die Schriften in Zuoz deponieren - schliesslich haben Sie hier ein beachtliches Vermögensinteresse. Früher waren wir im Engadin alle Bauern und bewirtschafteten Kühe. Nun stehen dort Häuser und somit bewirtschaften wir eben diese, was natürlich ist. Aus dem stolzen Bauern wurde ein ausländischer Hauswart. Der ehemalige Bauer is längst Multimillionär und über alle Berge...
Als Engadiner tut es weh zu sehen wie ein Betrieb nach dem anderen eingeht. Wenn Traditionsbetriebe wie das Klarer in Zuoz oder das Misani in Celerina schliessen, so liegt das Problem nicht bei den Betrieben sondern bei der Politik des schnellen Geldes. Sprich - bauen bauen bauen. Dia Baulobbie und die Grundeigentümer haben in kurzer Zeit sehr viel Geld verdient. Ganze Gemeindevorstände bestanden AUSSCHLIESSLICH aus der Baubranche - und die wollen bauen! Egal ob ein Parkhaus sinnvoll ist oder nicht - bauen gibt Aufträge und satte Gewinne - ob nachhaltig, sinnvoll oder nicht spielt keine Rolle wenn die Kasse stimmt. Wenn ein Hotel eingeht, so verschwinden leicht Mal 30 Arbeitsplätze und damit 30 Familien. Dann braucht es weniger Coiffures, weniger Lehrer usw... Das ist eine Abwärtsspirale, die kaum aufzuhalten ist. Glücklich wer Bauer ist - der wird von Bern subventioniert und dem kann das so ziemlich egal sein. Die Gemeinde wie auch die Zweitwohnungsbesitzer sind gefragt die örtlichen Betriebe zu frequentieren und nicht jede Papierrolle von unten mitzunehmen, weil sie dort 2 Rappen billiger ist. Wenn nicht SOFORT ein Umdenken stattfindet sterben alle Dörfer und dann verlieren auch die Zweitwohnungseigentümer weil ihre Immobilien an Wert verlieren. Diese masslose Bauerei hat vieles kaputt gemacht
Hoch oben auf den Berggipfeln stapfen die beiden Steinböcke durch den Firn. Bereits längst haben sie vernommen, was am Dorfplatz in Zuoz abgeht. Die Spatzen ähhh Bergdohlen haben es längst von den Dächern ähhh Tannengipfeln gepfiffen! Der Klarer geht zu! Ganz zu? Ja, ganz zu! Gian findet das gar nicht lustig, Giachen erst recht nicht, aber ist jemand Schuld daran, zB die Gemeinde mit ihrer Verkehrspolitik zur Entleerung des Dorfkerns? Nein, zwitschern die Spatzen ähhh Bergdohlen, Schuld ist wohl wieder niemand, niemand kann etwas dafür. Aber fragt sich der geneigte Leser, echt niemand Schuld und niemand für bessere Rahmenbedingungen zuständig? Das Lädelisterben in Zuoz wird weiter gehen auf diese Art und Weise.
Schade für dieses sehr gute traditionelle Haus im Zentrum von Zuoz.
Sehr traurig, nun hat Zuoz bald einen ganz leeren Dorfkern. Und es wird wohl nicht lange gehen, bis auch der Metzger daneben am Dorfplatz schliessen wird, sobald die benachbarte Bäckerei geschlossen ist. Dann ist der Dorfkern ganz tot. Ob das wohl ein Produkt der verqueren Verkehrspolitik von Zuoz ist? Sehr gut möglich, weil ja auch die Strasse von der Garascha Bott zum Bahnhof erst kurz vor Weihnachten zur Einbahnstrasse geworden ist und der Gang auch für Einheimische zum Dorfplatz dadurch viel mühsamer geworden ist. Wie wurde Frau Klarer auf RTR zitiert? Keine Gäste ausser in der Feriensaison? Das bedeutet, die Einheimischen sind nicht mehr hingegangen. Ein erst einmal toter Dorfkern lässt sich kaum wieder beleben, und wofür baut Zuoz schon wieder die Zentrumsgarage mit unterirdischem Rollband zum Dorfplatz? Für die nicht mehr vorhandenen Gäste und Besucher des Dorfplatzes! Eine nicht sehr klug erscheinende Investition ..
Es muss versucht werden, das Traditionshaus Klarer in Zuoz vor dem Untergang zu retten. Die Schliessung dieses bekannten Gastrobetriebes wäre für Zuoz und die ganze Region ein sehr grosser Verlust.

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