Durchzogene erste Jagdwoche

| Mi, 13. Sep. 2017

Die erste von insgesamt drei Wochen Hochjagd ist vorbei. Auffallend sind die grossen regionalen Unterschiede beim Jagderfolg. Die Umweltkatastrophe im Bergell hat Auswirkungen auch auf die Hochjagd.

Die rund 5500 Bündner Jägerinnen und Jäger haben eine erste, wettermässig sehr durchzogene Jagdwoche mit Regen, Nebel und örtlich begrenzt, sogar Schnee erlebt. Ein Umstand, der sich laut dem Vorsteher des kantonalen Amts für Jagd und Fischerei, Georg Brosi, auch in einer ersten Einschätzung niederschlägt: «In Zernez, rund um den Schweizerischen Nationalpark, in der Val Müstair und im Puschlav verlief die erste Jagdwoche sehr erfolgreich.» In der Plaiv seien die Abschusszahlen halbwegs zufriedenstellend ausgefallen, im Oberengadin eher nicht. «Da merkt man halt immer wieder, dass die Region stark vom Tourismus geprägt ist, viele Menschen und Veran‧staltungen verursachen Störungen, und dies hat entsprechende Auswirkungen auf die Jagd», so Brosi.

Eine spezielle Situation ergibt sich derweil im Bergell. Während die Wildhut im oberen Talabschnitt eine sehr gute Jagdstrecke gemeldet hat, trifft dies im Gebiet von Bondo und weiter talabwärts wegen den Bergstürzen und den Murgängen aus der Val Bondasca nicht zu. «Es gab hier Jäger, welche das Jagdpatent sogar wieder zurückgegeben haben. Diese Menschen haben momentan wahrlich andere Sorgen», so Brosi. In diesem Jahr sind 5370 Hirsche zum Abschuss freigegeben. Dies bei einem geschätzten Frühlingsbestand von 16 500 Tieren. Verlässliche Abschusszahlen liegen naturgemäss erst im Oktober vor. (jd)

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