Hotel-Einzonung abgelehnt

| Mo, 04. Sep. 2017

Die Gemeindeversammlung von Celerina hat am Montag Abend die Teilrevision der Ortsplanung Hotelzone Provuler mit 91:64 Stimmen abgelehnt. Damit kann das geplante Hotel Fontana nicht gebaut werden.

Dem Entscheid vorausgegangen war eine recht lange Diskussion mit mehrheitlich negativen Voten. Bemängelt wurden der exponierte Standort, die Erschliessung oder der Verzicht auf die Mehrwertabschöpfung. Auch wurde in Frage gestellt, ob ein Hotel in dieser Grösse überhaupt rentieren kann. Befürworter sagten, dass Celerina eine wirtschaftliche Entwicklung und demzufolge neue Hotels brauche. Ansonsten könne man das Dorf auf den Stand des 18. Jahrhunderts zurückbauen. Auch der Gemeindevorstand hatte sich dafür eingesetzt, die planerischen Voraussetzungen für den Hotel-Neubau zu schaffen. Gemeindepräsident Christian Brantschen sprach von der grossen wirtschaftlichen Bedeutung des Projektes für die Gemeinde.

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Kommentare

Wenn nicht mal der Investor öffentlich bekannt ist, sollte der Gemeindevorstand sich ab einem NEIN nicht wundern.
Man hört zwar vielerorten jede Menge Gejammer über schlechten Geschäftsgang und fehlende Touristen - offenbar geht es den allermeisten Oberengadinern (oder mindestens Celerinern) immer noch sehr gut, dass man sich so einen Entscheid leisten kann...
Gemäss Zeitungsartikel über 22% in 10 Jahren an Logiernächte verloren. Es gibt im Engadin sehr gute, ja ausgezeichnete 5 und 4 Sternhotel. Aber wenn man viele der 3 Stern Hotel mit solchen im Unterland vergleicht oder mit AT DE FR trägt das sicher auch mit bei zu diesem Einbruch. War während der SKI WM in einem solchen, welches mit Herzblut von den Inhaber geführt wurde und so vieles "wieder gutmachte" aber der Standard wird wohl vielen Gästen nicht passen und diese kommen dann nicht mehr.

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