Punkt im Kampf gegen Wasserzins-Senkung

| Mi, 08. Nov. 2017

Die Senkung der Wasserzinsen scheint vorderhand gescheitert. Dies liess die Energieministerin und Bundespräsidentin Doris Leuthard in der Sonntagszeitung verlauten. Massgeblich zu diesem Kurswechsel beigetragen hat der Drahtzieher Not Carl. 

In der «Engadiner Post/Posta Ladina» von Donnerstag, 9. November äussert sich der Präsident der Interessengemeinschaft der Bündner Konzessionsgemeinden, Not Carl, zur Kehrtwende in Sachen Wasserzins.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Interview:

«Engadiner Post/Posta Ladina»: Not Carl, der Kampf gegen die Senkung der Wasserzinsen hat drei und mehr Jahre gedauert. Woran lag das?
Ich habe nie verstanden, dass sich die Gebirgskantone in Diskussionen mit den Stromkonzernen einliessen, ohne vorher Transparenz zu verlangen oder eigene Abklärungen zur Ertragskraft der Wasserkraft zu tätigen. Zum Glück haben die Stromkonzerne überbordet und wollten wohl mindestens eine Halbierung der Wasserzinsen, was die Verhandlungen dann zum Scheitern brachte. Wären sie, entsprechend dem heutigen Vorschlag des Bundesrates, mit 30 Franken weniger zufrieden gewesen, hätten die Gebirgskantone wohl zugestimmt und das Parlament hätte die Lösung durchgewunken. Nach heutigem Wissensstand wäre dies eine Katastrophe gewesen, und allein Graubünden hätte freiwillig auf 34 Millionen Franken pro Jahr verzichtet.

Wie würde, Ihrer Meinung nach, eine für alle Parteien möglichst faire Wasserzinsregelung ab 2020 aussehen?
Über eine Flexibilisierung des Wasserzinses liesse sich reden, sofern der feste Sockel, wie heute, 110 Franken pro Kilowatt Bruttoleistung beträgt. Hier muss ich den Stromkonzernen beipflichten, die heutige gesetzliche Regelung ist nicht mehr in allen Teilen zeitgemäss. Der Strommarkt hat sich in den letzten Jahren massiv verändert und bedarf dringend einer Neuregelung.

Autor: Jon Duschletta

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