Der Kleinkriminelle

| Sa, 09. Dez. 2017

Adventszeit ist Guetslizeit. Die Frage, welches Gebäck das Leckerste ist beschäftigt seit Generationen. Was denken Sie? Wo wo werden Sie schwach? Stimmen Sie ab. 

Welches ist das beste Guetsli?

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich fünf Kleinkriminelle im Magen. Selbstverständlich war es völlig unvernünftig, mir die leckeren Dinger nach einem feinen und üppigen Mittagessen reinzuschieben. Im Wissen, dass der nachgelagerte Verdauungsprozess meiner Schreibtätigkeit im Büro nicht eben förderlich sein wird. Aber ich kann einfach nicht anders. Wenn ich diese runden, mit Puderzucker bestäubten Konfi-Sandwiches vor mir habe, gibt es kein Halten mehr. Das war schon als Kind so. Kein noch so raffiniertes Versteck, welches sich meine Mutter ausgedacht hatte, war sicher vor mir. Und ich befürchte angesichts der rasch schwindenden Lagerbestände bei uns zu Hause, dass dieses kleptomanische Verhalten auf das eine oder andere Familienmitglied abgefärbt hat. 
Also während in meinem Magen der Nahrungsbrei geknetet und mit der Magensäure vermengt wird, widme ich mich in dieser Kolumne einem Klassiker der Weihnachtszeit: Dem Spitzbuben. Oder eben dem Kleinkriminellen, wie Wikipedia weiss. Je nach Umfrage die besten, zweitbesten oder drittbesten Weihnachtsguetzli. Für mich sind sie die klare Nummer eins, weit vor den Mailänderli und den Zimtsternen, die es auch immer wieder aufs Podest schaffen. Und ganz weit vor den Anis‧chräbeli. Ganz klar die absoluten Loser auf meiner Hitliste. Ich meine, haben Sie sich die bleichen, steinharten Dinger schon mal näher angeschaut? Will man aussehen wie die Nebenniere in unserem Körper? Nein. Will man als Guetzli schmecken wie ein Lakritz? Definitiv nicht. 
Also rasch zurück zu den wahren Weihnachtshelden, den Spitzbuben. Diese runde Form. Diese weiche Konsistenz. Dieser leicht süssliche Vanillegeschmack. Dieser neckische Konfitürenkleckser. Dieser Puderzucker, der an eine Winterlandschaft erinnert. Einfach wunderbar. Köstlich! Selbstverständlich ist das eine rein subjektive Ansicht. Welche Guetzli mögen Sie zur Weihnachtszeit ganz besonders? Auch Spitzbuben, Brunsli, Zimtsterne oder etwa doch Anischräbeli ...? Stimmen Sie ab auf www.engadinerpost.ch 
reto.stifel@engadinerpost.ch

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