Schritt vorwärts für die Signalbahn

| Mo, 09. Apr. 2018

Die Signalbahn in St. Moritz kann durch eine Zehnergondelbahn ersetzt werden. Wann, hängt von allfälligen Einsprachen ab. Das Bundesamt für Verkehr hat der Engadin St. Moritz Mountains AG die entsprechende «Baubewilligung» erteilt. 

Im Mai 2015 hat die Engadin St. Moritz Mountains AG (ESM AG) beim Bundesamt für Verkehr (BAV) das Konzessions- und Plangenehmigungsverfahren für den Ersatz der Signalbahn durch eine Zehner-Umlaufkabinenbahn eingereicht. Es war bereits die dritte Eingabe: Ein erstes Gesuch stiess wegen der geplanten Linienführung auf Kritik, das zweite Gesuch musste nach dem Nein des St. Moritzer Souveräns 2014 zur Verlegung der Bergstation auf die Alp Giop zurückgezogen werden. 
Letzte Woche nun, nach drei Jahren, ist die Plangenehmigung des BAV bei den Bergbahnen eingetroffen. Das 224 Seiten starke Papier ist quasi die «Baubewilligung» für das Projekt. Wann aber mit dem Bau effektiv gestartet werden kann, ist noch offen. Der Entscheid aus Bern kann nämlich auf dem Rechtsweg angefochten werden. Kommuniziert wurde der Entscheid anlässlich der Generalversammlung der ESM AG vom Montag Mittag. Mehr dazu in der EP/PL vom 10.4.

Kommentare

Ui jetzt gleich wieder dieser Aufschrei... Man könnte meinen, es würden ganze Wälder abgeholzt. Bitte Augenmass behalten! Klar braucht eine niederigere Bahn eine kleine Schneise, darunter wächst aber auch wieder neues. Das nennt sich Artenvielfalt lieber Umweltschützer! Zudem ist es ja auch landschaftlich ein Gewinn, wenn eine neue Bahn niederiger fährt und der prominente Klotz der alten Bergstation wegkommt. Und ein Verschiebung oben um ein paar Meter braucht ja nicht mehr Land, da die alte Station entfernt wird. Eine Bahn vom Bad zum Hahnensee in Richtung Gian d'Alva könnte ebenfalls landschaftsverträglich gebaut werden. Aber wenn sie meinen Busse seien die bessere Lösung, verstehe ich in Verständis von Umweltschutz nicht. St.Moritz ist einzigartig, aber auch kein Ballenberg. Weiterentwicklung sollte und muss möglich sein, sonst können wir dann das Licht gleich ausmachen!
St. Moritz muss sich dringend weiterentwickeln. Die internationale Konkurrenz ist enorm. Vergleicht man die Skigebietsgrösse von St. Moritz mit den ausländischen Giganten so sieht diese leider sehr beschaulich aus. Aus diesem Grund muss die Verbindung Corviglia-Corvatsch so rasch als möglich realisiert werden. Das sind wir St. Moritz schuldig. Nur mit einem Top-Skigebiet können wir unsere Hotelbetten füllen. Es braucht aber auch Hotels für jüngere Sportler ohne viel Geld. St. Moritz soll wieder DIE Destination der Alpen werden!!! Die Grösse und Schneesicherheit eines Skigebiets sind die wichtigsten Kriterien.
Da bin ich voll der Meinung von J.D. Wer mal über die Landesgrenzen hinausschaut und wie ich nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Italien, Frankreich und Österreich skifährt, weiss dass wir den Anschluss bald verpassen. Wir haben nicht nur das Euro Problem, sondern auch zum Teil Rückstand bei Komfort, technischen Aufstiegsanlagen und Hotelerie (auch im günstigen bis mittleren Preissegment, Wellnesss). St.Moritz hat weltweit noch immer einen guten Ruf und sollte sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Die schöne Landschaft, die Berge und das gute Klima (kalt, aber sonnig) bieten beste Voraussetzungen. Dieses Kapital sollte gut genutzt werden!
Ich hoffe die neue Bahn kommt endlich. Ich fahre regelmässig Ski im Engadin und würde mich über eine modernere Bahn ohne Wartezeiten freuen. Schön wäre es auch gewesen, wenn es mit der Verlängerung oben um die paar Meter geklappt hätte (Komfort, Anschluss). Aber das kommt ja wohl nicht zu Stande. Die neue Bahn ist sicher eine Redukion des Eingriffs in die Landschaft, da ja die hohen Stützen und die weitherum sichtbare Bergstation der alten Pendelbahn verschwinden werden. Die neue Bahn fährt grösstenteils zwischen den Bäumen (dafür hat man dann weniger schöne Aussicht als aus der aktuellen Bahn). Bei der Talstation hätte man vielleicht etwas kreativeres planen können. Es erinnert mich etwas an die derzeit aktuellen, typischen Züri-Klötze. Und noch etwas... Ich fahre auch einmal im Jahr eine Woche Ski im Südtirol und bin immer wieder erstaunt, wie da alle am gleichen Strick ziehen, die Leute hinter den Bahnen und dem Tourismus stehen und auf maximalen Komfort für die Skifahrer geachtet wird, während bei uns alle überall reinreden, verhindern und kritisieren. Will St.Moritz den Anschluss nicht verpassen, sind modernisierungen unumgänglich. Ich frage mich auch heute noch, warum die Hahnensee-Bahn nicht realisiert werden kann. Sie würde Corviglia und Corvatsch sinnvoll verbinden und ergänzen, Busfahrten für Skifahrer reduzieren (Umwelt) und das Skigebiet aufwerten.
Bin absolut der gleichen Meinung wie Fritz. Andreas H. spricht einerseits von Umweltschutz, will aber gleichzeitig, dass eine unnötige, sinnlose Bahn auf den Hahnensee gebaut wird , einem der schönsten Wandergebiete zwischen Maloja und Zuoz. Zum Thema Umwelt befürwortet er auch, dass eine Schneise durch den Wald geschlagen wird, damit die Signal Pendelbahn gebaut werden kann und möchte, dass diese aus „Komfortgründen“ noch etwas weiter hoch fährt!! Zum Glück gibt es noch Leute und Organisationen die wirklich etwas von Umweltschutz verstehen ( behaupte nicht, dass ich dazu gehöre! ) denn mit Ansichten, wie denen von Andreas H., hätten wir aus Rücksichtslosigkeit und Bequemlichkeit schon lange unsere einmalige Landschaft zubetoniert!!
Anstehen in St. Moritz? Gibt es nur noch zwischen Weihnachten und Neujahr und die eine Woche im Februar. Und da wartet man mit Abstand am längsten in Celerina bei der Umlaufbahn. Bergstation weiter nach oben verlegen: Komfort, Anschluss? Verstehe ich nicht, da die Station des Alp Giop Sesselliftes direkt daneben ist. Und wie sollen Anfänger die nach Salastrains möchten diesen Steilhang meistern? Sie schreiben, dass die neue Bahn grösstenteils zwischen den Bäumen verlaufen würde, das heisst es braucht eine Schneise durch den Wald. Und dies soll eine Redukion des Eingriffs in die Landschaft sein? Im Punkt von den Züri-Klötzen bin ich ganz Ihrer Meinung. Ich denke jeder der schon mal im Sommer richtung Hahnensee gewandert ist, ist automatisch gegen eine Bahn in diesem schönen Gebiet. Die Bahn kann nicht realisiert werden, da früher wegen der Moorlandschaft in Salastrains dieses Gebiet geschützt worden ist. Doch durch den Skitourismus (Skirennen) kam es zum Abtausch des Schutzgebietes. Und somit ist jetzt die Hahnenseeseite geschütz. Irgendwann sollte man die schützenswerte Landschaft in Ruhe lassen! Sowieso bei einer markant abnehmender Frequenz. (Und dies bestimmt nicht wegen einer fehlenden Hahnenseebahn.)
Vielleicht wollen die Einheimischen ja keine überdimensionierten Bahnen sondern eine intakte Natur?
Sicher wird es wieder Einsprachen "hageln" von Einheimischen, die vermutlich nicht wissen, von was sie leben. Wir werden sehen.

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