Der Markt bestimmt die Bergbahnenpreise

| Di, 12. Jun. 2018

Die Bergbahnen im Oberengadin führen ein dynamisches Preismodell ein. Der Preis einer Tages- oder Mehrtageskarte bildet sich aufgrund von Angebot und Nachfrage. Wer früh bucht, erhält bis zu 30 Prozent Rabatt. Kurzentschlossene zahlen mehr. 

Die Medienmitteilung im Originalwortlaut (Den recherchierten Bericht und eine Einschätzung gibt es in der gedruckten EP/PL vom 14.6.

Der Wintersport-Gast wünscht sich Angebote und Preismodelle, die innovativ und von hoher Qualität sind, um den Kundennutzen zu maximieren. Um diesem Bedürfnis zu entsprechen, führen die Oberengadiner Bergbahnen auf die Wintersaison 2018/19 ein dynamisches Preismodell ein.
 
Statt wie bisher über die gesamte Saison jeden Tag den gleichen Preis zu verlangen, ist der Preis für Tages- und Mehrtageskarten je nach Nachfrage am jeweiligen Gültigkeitstag unterschiedlich hoch. Die konventionellen statischen Preislisten für Tages- und Mehrtageskarten entfallen. Der Gast kann die Preise zudem neu mit dem Zeitpunkt seiner Buchung beeinflussen. Denn Frühbucher, die ihre Tickets bis zu 15 Tage vor der Einlösung erwerben, erhalten neu auf ihre Skipässe Rabatte von bis zu 30 Prozent.

Selbst in der höchsten Preisstufe an den gefragtesten Tagen profitieren Frühbucher so von Preisen, die günstiger sind als im letzten Winter. Gäste, welche ihre Pässe in der Hochsaison erst am Einlösetag kaufen, bezahlen mit dem neuen Preismodell jedoch mehr. Die Preise für die Jahreskarten bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. 

Die Oberengadiner Bergbahnen sind überzeugt, dass das neue dynamische Preismodell im Sinne der Gäste ist. “Das Angebot soll Kunden belohnen, die frühzeitig buchen, und uns helfen, die Infrastruktur über die Saison besser auszulasten”, sagt Markus Meili, Geschäftsführer der Engadin St. Moritz Mountains AG. “Beim Snow-Deal  sinken die Preise um bis zu 30 Prozent, sofern man frühzeitig bucht. Wir gehen davon aus, dass wir auf diesem Weg über Zeit eine Frequenzsteigerung erreichen – weil das Angebot auch dazu verleiten könnte, effektiv mehr Skitage in weniger nachgefragten Zeiten zu buchen. Die Erfahrung zeigt allerdings auch, dass mit Frühbucher-Anreizen auch in der Hochsaison länger gebucht wird.”

Mit der bequemen Online-Buchung der Tickets gewinnt der Gast zusätzlich Komfort, da sich ein Gang zur Kasse an der Talstation erübrigt. «So wird das Engadin noch attraktiver», ist Markus Moser, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Corvatsch AG überzeugt.

Autor: pd

Kommentare

Bei den supermodernen Zubringer-Bahnen Chantaralla und Signal muss man ja Rabatt geben damit überhaupt noch Gäste kommen...……
Auf den ersten Blick ein spannender Ansatz. Der auf suedostschweiz.ch publizierte Artikel lässt jedoch auch einige Fragen aufkommen. Bin gespannt auf den Bericht/die Einschätzung der EP am 14.6.

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA
Diese Frage soll automatisierten Spam verhindern und überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind

KOMMENDE EVENTS

STELLEN

IMMOBILIEN

DIVERSES