Keine fixe Bergbahnenpreise mehr

Mi, 13. Jun. 2018

Wer früh bucht profitiert, Spätentschlossene bezahlen. Fixe Bergbahnpreise sind im Oberengadin bald Vergangenheit. Was genau hinter dem neuen Preismodell «Snow Deal» steckt, sehen Sie in diesem Video. Finden Sie die Idee gut? Stimmen Sie ab!

Sind dynamische Bergbahnenpreise eine gute Sache?

Ja, finde ich eine gute Idee
48% (137 Stimmen)
Nein, besser wäre es bei den fixen Preisen zu bleiben
47% (134 Stimmen)
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5% (14 Stimmen)
Gesamtstimmen: 285

Leserbriefe, Online-Kommentare und Rückmeldungen bei den Bergbahnen zeigen es: Die Tickepreise sind ein grosses Thema. Die Branche hat darauf reagiert und verschiedenste Preismodelle auf den Markt gebracht. Die Saisonkarte für 222 Franken in Saas Fee war nur der Anfang.
Einen anderen Weg gehen die Bergbahnen im Oberengadin. Am 1. September startet das Angebot «Snow-Deal». Ab diesem Datum ist es möglich, Tages- und Mehrtageskarten für die kommende Wintersaison online zu kaufen. Mit einem erheblichen Preisvorteil für den Gast: Wer sein Ticket bis spätestens 15 Tage vor der Einlösung erwirbt, erhält einen Rabatt von bis zu 30 Prozent – auch in der Hochsaison. Frühbucher werden also belohnt, Spontan-Wintersportler hingegen müssen unter Umständen tiefer in die Tasche greifen. So genau kann das heute noch nicht gesagt werden. Denn ein dynamisches Preismodell zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es keine statischen Preislisten mehr gibt. Der Preis richtet sich komplett nach Angebot und Nachfrage. Der «Snow-Deal» wurde von der Tourismusorganisation und den Bergbahnen gemeinsam entwickelt. Beide sind überzeugt, dass das neue Modell im Sinne der Gäste und der Bergbahnen ist. Die Infrastruktur soll über die ganze Saison besser ausgelastet werden. Hohe Frühbucherrabatte sollen letztlich auch zu Frequenzsteigerungen führen.

Mehr zu diesem Thema in der EP/PL vom 14. Juni

Autor: Reto Stifel

Kommentare

Immer noch stecken die Köpfe der Tourismusexperten im Sand!! Normalpreis für 79.- Sfr ab Saisonbeginn, dann feststellen, dass nur 1/4 der Abfahrten geöffnet sind, das ist schon reine Abzocke und bedarf schnellstmöglichst der Korrektur. Fähige Konkurrenten im Bergbahnbetrieb haben schon längst begriffen, dass man um saisonale Betriebsangebote (wie auch früher im Engadin) nicht herumkommt. Längst ist es im Engadin unerschwinglich, als Familie Skivergnügen und "Hütteneinkehrschwünge" zu haben. Das Frühbuchangebot beinhaltet eben nicht, dass bei Schlechtwetter die Frühbuchtickets zurückgebucht werden. Der lackierte ist der Frühbucher!! Es gäbe so viele anderweitige erfolgversprechende Tourismussmöglichkeiten, die im Angebot umzusetzen wären. Aber es scheint, die, die darüber abzustimmen haben, wollen das nicht!!! ...oder wäre es schlimm, wenn über 80zigjährige die Bahn umsonst mitfährt?? Das kostet kein Rappen mehr Strom, bringt aber den Bergrestaurants gewiss den fälligen und fehlenden Umsatz!!! Denn: die Restaurationen sind mangels der stupiden Gedankenwelt der für den Bergbahnbetrieb verantwortlichen Entscheider die Benachteiligten.
Dynamische Preise berücksichtigen ja genau das was Sie verlangen! Die Preise passen sich der Nachfrage an. In der Vorsaison, im Januar und im März / April ist die Nachfrage entsprechend tief und die Skipasspreise werden günstiger sein als der heutige statische Preis von CHF 80.-. Falls man dazu noch früh bucht bekommt man zusätzlichen Rabatt und kann für unter CHF 50.- Franken Skifahren. Bei mehreren Tagen noch günstiger. So funktioniert Tourismus auf der gesamten Welt und dynamische Preise sind die Zukunft. Deshalb ein guter Ansatz von den Bergbahnen dies in aller Konsequenz umzusetzen! Weiter gab es ja bei den Hotels schon ein absolut starkes Angebot mit CHF 38.- pro Tag Skifahren. Leider wurde dies von den Medien und Nörglern nicht aufgenommen und thematisiert. Man schreibt halt lieber über das Negative.
Na hoffen wir, dass die Hotels die Differenz die sie für die Bergbahnkarten für den Gast draufgelegt (und auf dem Zimmerpreis aufgerechnet haben) dann auch wieder vom Zimmerpreis abziehen. Nur so gibt das für den Gast auch Sinn wieder mehr für eine Bergbahnkarte zu zahlen, statt der CHF 38 pro Person und Tag. Aber wo kämen wir da hin - Zimmerpreise günstiger machen
Finde es eine Frechheit die Spontanen und Kurzentschlossenen zu bestrafen.

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