Wie weiter?

| Mi, 06. Jun. 2018

Kurz nach Beginn sind die Abbrucharbeiten beim Hotel Misani in Celerina gestoppt worden. Die Gemeinde hat schriftlich interveniert. Der Investor sieht den Fehler bei seiner Bank. Celerina droht eine Hotelruine mitten im Dorf. 

In Celerina sorgt die Baustelle beim früheren Hotel Misani für rote Köpfe. Kurz nach Beginn der Abbrucharbeiten ist die Baustelle geschlossen worden. Die Gemeinde hat Ende letzte Woche beim Investor schriftlich interveniert, hat aber bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe keine Antwort erhalten. Beantwortet hat Patric Simmen, Geschäftsführer der Schwyzer Simmen Invest AG die Fragen der EP/PL. «Uns gefällt das überhaupt nicht, der Unmut liegt ganz auf unserer Seite», schreibt Simmen in seiner Antwort. Als Grund für den Baustopp führt er die Bank seiner Firma an. Diese habe zwei Kundenberater, die unter anderem für die Simmen Invest AG tätig waren, entlassen und halte sich nun nicht mehr an die Abmachungen. Als Geschäftsführer würden für ihn die Interessen der Aktionäre im Vordergrund stehen, deshalb der Baustopp. «So eine Nachricht kommt mehr oder weniger von heute auf morgen», begründet er den Stopp, nur drei Wochen nach Aufnahme der Bauarbeiten. Simmen verweist im Weiteren darauf, dass das Projekt mit weit über die Hälfte an Eigenmitteln solide finanziert sei. «Sobald wir die Finanzierung neu geregelt haben, geht es weiter», verspricht Simmen. Mehr zu diesem Thema in der EP/PL vom 6. Juni. 

Autor Reto Stifel

Foto: Reto Stifel

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Kommentare

Natürlich ist das Entsetzen gross. Neustrukturierungen innerhalb einer Firma können leider Gottes nicht erwartete Situationen hervorbringen. Genau dieses Vorgehen war doch nun jetzt der einzig und allein sinnvollste Schritt den man gehen konnte. Sobald eine neue Finanzierung aufgegleist ist, wird das Projekt hoffentlich ausgeführt und auch alle Stakeholder (die bisher involviert waren) sollten dann wieder mit an Board sein. Wir sollten weiterhin zuversichtlich gestimmt sein, und uns (hoffentlich in absehbarer Zeit) auf das neue Aparthotel freuen, das dann auch im Hinblick des Tourismus nur positive Konsequenzen mit sich bringt.
Grössenwahn par excellence!
Traurig aber wahr. Ein Schuldenberg bleibt - Unternehmer, Lieferanten und Handwerker gehören zu den leidtragenden und werden nicht bezahlt. Vorsicht!
Schade, schade was ist nur los im Engadin. Die Ganze Situation stimmt mich sehr traurig. Ich hoffe die geldgierigen Investoren zerstören nicht auch noch unsere wunderschöne Natur. Wir können froh sein, dass unsere Natur ein Allgemeingut ist und nicht in privater Hand ist.
Eine Hotel-Ruine mehr oder weniger kommt ja nicht so drauf an. Wenigsten ist diese Ruine geschlossen im Gegensatz zu anderen Hotel-Ruinen die noch in Betrieb sind und sozusagen einen Investitionsstau haben.

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