Motiviertes Lernen an den Romanischkursen

| Do, 12. Jul. 2018

Die elfköpfige Klasse von Lehrerin Selina Aebli steht stellvertretend für den Romanischkurs: Vom 13-jährigen Teenie bis zum Pensionär, von der Hausfrau über die Gymnasiastin bis zum Journalisten ist eine bunte Schar Lernwilliger vereint. 

Die «Engadiner Post/Posta Ladina» hat am Dienstag dem Romanischkurs in Samedan einen Besuch abgestattet. Für einmal erscheint dazu in der Donnerstagsausgabe vom 12. Juli eine gemischtsprachige Berichterstattung.

Unter anderem mit einem romanischen Beitrag zum ersten Kaffeekränzli, der Baderleda:   
Bainvgnieus a la Baderleda – nuf illa gula inclusiv. Druver pleds, expressiuns e frasas rumauntschas be güsta imprais in staunza da scoula dadour illa pratcha. Que es il böt da la baderleda – il tentativ d’introdüer ün classic tramegl da cafè i’l program da las eivnas da lingua e cultura a Samedan.

oder einem deutschsprachigen Beitrag zu den 46. Romanischkursen der Fundaziun de Planta:

Seit Beginn der 1970er-Jahre bietet die Fundaziun de Planta in Samedan im Juli zweiwöchige Sommerkurse an. Diese beinhalten sowohl Sprachkurse zum Erlernen und Vertiefen des romanischen Idioms Puter als auch romanische Kulturvermittlung. 
In diesem Jahr vermitteln acht Lehrpersonen den schriftlichen und mündlichen Gebrauch des Oberengadiner Idioms in verschiedenen, dem jeweiligen Sprachniveau der Kursteilnehmer angepassten Kleinklassen. 57 Personen besuchen aktuell den «cuors da rumauntsch», wie die erste Woche des Sommerkurses offiziell heisst, 23 davon haben sich für den Anfängerkurs eingeschrieben. 50 Personen haben sich für die zweite Woche und das «seminari culturel» angemeldet. Der Grossteil der Teilnehmenden kommt aus dem deutschsprachigen Unterland, einzelne aus Genf, dem Tessin und sogar aus England, Schweden oder Italien. Der jüngste Teilnehmer ist gerade einmal 13-jährig. Insgesamt haben sich für die beiden Wochen 20 Personen mehr angemeldet als im letzten Jahr.
 Der Sprachunterricht wird während der Sprach- und Kulturwochen durch Vorträge, Exkursionen und Singstunden ergänzt. Der Nachmittag steht den Teilnehmenden zur freien Verfügung, Hausaufgaben inklusive. In diesem Jahr hat die Organisatorin des «cuors rumauntsch», Martina Shuler-Fluor, die «Baderleda» eingeführt. Jeweils dienstags und donnerstags treffen sich Konversationswillige um 14.00 Uhr zu einer freien «Plauderstunde» im Rahmen eines Kaffeekränzchens (siehe unten).
Die Chesa Planta in Samedan ist ein Kulturzentrum überregionaler Ausstrahlung. Das altehrwürdige Haus beherbergt ein Museum für Wohnkultur der Engadiner Patrizier des 18. und 19. Jahrhunderts, das separat geführte Oberengadiner Kulturarchiv sowie eine der wichtigsten romanischen Bibliotheken. Der Erhalt dieser Bibliothek stellt denn auch den eigentlichen Zweck der gemeinnützigen Stiftung «Fundaziun de Planta» dar. Die Chesa Planta ist öffentlich zugänglich. 
Autor: Jon Duschletta
 
Weitere Informationen zur Chesa Planta, der Stiftung oder den Sprachkursen: www.chesaplanta.ch

 

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