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Visualisierung z. Vfg

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30 Millionen Franken günstiger?

Die Unterliegergemeinden haben am 2. April das Projekt eines Pflegeheims in Promulins vorgestellt. Sie sind überzeugt, dass ein zentrales Pflegeheim an diesem Standort gegenüber zwei Standorten (Promulins und Du Lac) 30 Mio. Franken günstiger zu stehen käme. 

Am Dienstag haben die Projektverantwortlichen für ein Pflegeheim am bisherigen Standort Promulins in Samedan über ihre Pläne informiert. Dies nachdem vor gut einer Woche die Oberliegergemeinden St. Moritz, Silvaplana und Sils über den Planungsstand beim Projekt Du Lac orientiert hatten. Die Aussage der Unterliegergemeinden (Pontresina bis S-chanf), dass in Promulins ein zentrales Pflegeheim deutlich günstiger zu bauen und zu betreiben wäre, hat die Pflegeheim-Debatte im Oberengadin neu lanciert. Zumindest in der Bevölkerung; St. Moritz, Sils und Silvaplana haben klar zu verstehen gegeben, dass sie an ihrem Projekt Du Lac festhalten werden.
Erstmals wurden am letzten Dienstag nun auch Zahlen zum Projekt Promulins bekannt gegeben. Die Variante, die beim Kanton eingereicht wird, rechnet für 60 Pflegebetten inklusive Demenzabteilung plus 16 Alterwohnungen oder zusätzlichen 28 Pflegebetten mit Kosten von 46 Millionen Franken. Würden 117 Betten realisiert, käme das auf 50 Millionen zu stehen, 122 Betten mit elf Wohnungen würden 56 Millionen kosten. Beim Projekt Du Lac wird für das Pflegeheim alleine mit 36 Millionen Franken budgetiert, weitere sechs Millionen Franken kosten die 17 Alterswohnungen. Eine einfache Milchbüechli-Rechnung zeigt, dass wenn nur am Standort Promulins die 122 Betten und die elf Wohnungen gebaut würden, rund 30 Millionen Franken zu sparen wären. Das bestätigten die anwesenden Gemeindepräsidenten der Unterliegergemeinden auf Nachfrage. Weiter sind sie überzeugt, dass beim Betrieb an nur einem Standort acht Stellen eingespart werden könnten, was pro Jahr zu tieferen Betriebskosten von einer halben bis einer Million Franken führe.
Diese Erkenntnisse habe man im Laufe des vertieften Variantenstudiums gewonnen. Der Samedner Gemeindepräsident Jon Fadri Huder ist überzeugt, dass bei einer Konzentration auf einen Standort alle Gemeinden – vor allem finanziell gesehen – gewinnen würden. Leider hätten die Oberliegergemeinden keine vertiefte Diskussion dazu gewünscht.

Autor: Reto Stifel

Visualisierung: z. Vfg


7 Kommentare

1000/1000
koch am 02.04.2019, 12:59
wir wohl jahrelang darüber gestritten ob es nun ein oder zwei Pflegeheime braucht und dabei geht es vergessen für wen es denn überhaupt ein Pflegeheim braucht. Abgestimmt wurde ja auch schon. Anstatt das die Gemeinde miteinander arbeiten machen sie das gegenteil. Am besten die Oberengadiner Gemeinden würden fusionieren, dann hört das gewurstel vielleicht mal auf.
mäggie duss am 02.04.2019, 14:19
Mitenand anstatt gegenand Jahrelange Planung viel sehr viel Steuerfranken werden zu unnutz verschleudert und zu guter letzt kommt doch nicht viel gutes raus.
Cid Ciddi am 02.04.2019, 16:24
Und wo günstiger?? Im Bau oder im Unterhalt oder im Betrieb?? Oder alles zusammen?? Wäre noch interessant zu wissen, wie man auf den Betrag kommt und vor allem, wieso dies zum jetzigen Zeitpunkt, nachdem schon viel Geld für 2 Planungen ausgegeben wurde, von unseren glorreichen Politiker kommuniziert wird?? Hat man sich da aus der Brexit-Debatte in GB leicht inspirieren lassen??
Für mich tönt es eher, dass die Unterliegergemeinden mittlerweile Angst vor dem Projekt Du Lac hat. Es könnte ja sein, dass nur das Projekt der Oberliegergemeinden bei der Bevölkerung durchkommt und in Samedan könnte man vor einem Scherbenhaufen stehen. Aber das sind nur Vermutungen meinerseits.
Und überhaupt, wieso hat es plötzlich genügend Platz beim Promulins?? Wurde doch vor einiger Zeit Überzeugenderweise versichert, dass genau dies nicht der Fall sei??
Wenn es nicht um unser aller Zukunft gehen würde, wäre es immerhin sehr unterhaltsam.
Cid Ciddi am 02.04.2019, 18:26
Ah, jetzt ist die genauere Aufschlüsselung da.
Also: 60 Pflegebetten und 16 Alterswohnungen für 46 Mio. in Samedan und 60 Pflegebetten und 17 Alterswohnungen für 42 Mio. in St.Moritz.
Und die doppelte Pflegebettenanzahl und 1 Wohnungen mehr in Samedan (also 122 Betten und 17 Wohnungen) kosten nur 10 Mio. mehr...
Nochmals zum mitschreiben: Die erste Hälfte kostet 46 Mio. und die zweite Hälfte 10 Mio. Das hat doch hohen Unterhaltungswert.
Das die zweite Hälfte nicht doppelt so teuer ist, ist ja noch nachvollziehbar, aber nur knapp einen fünftel der Kosten?? Was planen sie denn, dass die "kleine" Variante so teuer ist?? Oder wurde etwa bei der Berechnung der 2. Hälfte die, ich entschuldige die Wortwiederholung, Hälfte vergessen??
Da wollen wir doch vor dem Volksentscheid etwas genauer hinschauen.
Katharina von Salis am 02.04.2019, 18:47
Es ist schon mehrmals gezeigt worden in den letzten Jahren, dass es in Promulins mehr als genug Platz hat, um ein Pflegeheim passender Grösse zu bauen. Es war St. Moritz, das unbedingt ein eigenes Pflegeheim — und vor allem die damit zusammenhängenden Arbeitsplätze — haben wollte und die existierenden Projekte in Samedan einfach zu Makulatur verkommen liess. Von den "Oberliegergemeinden" hat sich ja Pontresina recht schnell verabschiedet und will weiterhin in Promulins mitmachen. Und es ist an zu nehmen, dass, sollte das Heim in St. Moritz je gebaut werden, viele der Menschen, die dort arbeiten werden, es sich nicht leisten können, auch in St. Moritz zu wohnen. Die pendeln dann aus der Plaiv nach St. Moritz-Bad anstatt nur nach Samedan.
Cid Ciddi am 03.04.2019, 07:00
@ K. von Salis:
Nach dem Debakel der Farkas-Absage ging man über die Bücher und kam zum Schluss, dass einer der Hauptablehnungsgründe die Grösse war. Niemand wollte ein "Pflegebunker". Die logische Schlussfolgerung war zwei Standorte.
Dann wurde immer kommuniziert, dass es auf dem Areal Promulins nicht realisierbar sei, da man keine brauchbare Lösung hatte, wo mit den Bewohner hin zu gehen wäre, während des Neubaus.
Bezüglich der Arbeitsplätze sind wir im Oberengadin sowieso verwöhnt, was die Länge des Arbeitsweges betrifft. Vice Versa müssen die Mitarbeiterinnen von Sils, Silvaplana und St.Moritz nicht mehr "so weit" weg von zuhause Arbeiten :-)
Und zu guter Letzt bin ich froh, dass sich Pontresina den Unterliegergemeinden angeschlossen hat. So wird Pontresina, bei 50 Mio. Gesamtkosten, gemäss Verteilschlüssel 10 Mio. übernehmen. Das entlastet die anderen Gemeinden.
Brasa am 05.04.2019, 19:45
Herr oder Frau koch, Sie haben völlig Recht! Sie müssen aber zur känntnis nehmen dass im Oberengadin, wenn eine Fusion zustande käme, mächtige Personen zu viel Geld verlieren würden. Also, weiterhin brav und ruhig Steuer zahlen.
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