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Corina Casanova, Stiftungsratspräsidentin FMR mit David Truttmann, designierter Chefredaktor der FMR (Foto: z.Vfg)

Corina Casanova, Stiftungsratspräsidentin FMR mit David Truttmann, designierter Chefredaktor der FMR (Foto: z.Vfg)

David Truttmann wird Chefredaktor der FMR

Der aus Müstair stammende David Truttmann tritt als erster Chefredaktor die Leitung der Redaktion «Fundaziun Medias Rumantschas» (FMR) an. Diese wurde aus der ehemaligen rätoromanischen Nachrichtenagentur ANR gebildet. Sie wird in Zukunft Inhalte für rätoromanische Medien produzieren.

Der Stiftungsrat der Fundaziun Medias Rumantschas (FMR) hat am Dienstag an seiner ersten formellen Sitzung in Chur David Truttmann zum ersten Chefredaktor der neu formierten Redaktion FMR gewählt. Truttmann hat in den letzten 15 Jahren in verschiedenen Funktionen für RTR gearbeitet, zuletzt als Co-Leiter der Abteilung «Reflexiun». Als Stellvertreter des Chefredaktors von RTR leitete er von 2012 bis 2014 das Tagesressort, welches das gesamte Tagesprogramm von Radio, Fernsehen und online zum Gegenstand hatte. In dieser Funktion führte er rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zuvor war der 44-Jährige als redaktioneller Mitarbeiter für die rätoromanische Tageszeitung «La Quotidiana» tätig, die von der Somedia herausgegeben wird. Truttmann hatte ursprünglich das Lehrerseminar in Chur absolviert, bevor er an der Universität Zürich Allgemeine Geschichte und Rätoromanische Sprach- und Literaturwissenschaft studierte.

«Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die spannende Herausforderung, zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion FMR sowie den Partnern von öffentlichen und privaten Medienhäusern die Weiterentwicklung des rätoromanischen Medienangebots vorantreiben zu können», sagte er nach seiner Wahl. Truttmann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er wird seine Stelle im Laufe des Herbstes 2019 antreten. Die neue Redaktionsstruktur soll auf Anfang 2020 in Kraft treten.

Mit der Wahl eines Chefredaktors hat das massgeblich von der Lia Rumantscha vorangetriebene Projekt «Medias Rumantschas 19» einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen. Bereits seit Mitte Juli ist der mit dem Rätoromanischen bestens vertraute Stiftungsrat tätig, der unter der Leitung der früheren Bundeskanzlerin Corina Casanova steht. Sie sagt: «Die Pflege und Förderung des rätoromanischen Medienangebots sind enorm wichtig für das Rätoromanische. Der Stiftungsrat ist deshalb sehr erfreut, dass er mit Herrn Truttmann einen sehr erfahrenen, innovativen und mit den rätoromanischen Realitäten bestens vertrauten Journalisten für die Leitung der Redaktion FMR rekrutieren konnte. Er hat einen engen Bezug zu allen rätoromanischen Talschaften und zur sogenannten rätoromanischen Diaspora ausserhalb Graubündens.»

Vorrangige Aufgabe der FMR ist die redaktionelle Bereitstellung von journalistischen Texten, Fotos und multimedialen Inhalten von guter Qualität in allen fünf Idiomen sowie in Rumantsch Grischun für rätoromanische Medien. Dieses Angebot wird ergänzt durch eher nachrichtlich ausgerichtete Inhalte in Rumantsch Grischun, die RTR beisteuert. Damit wird zum ersten Mal in dieser Form eine privat-öffentliche Kooperation auch im redaktionellen Bereich angestrebt. Der Grundsatz lautet dabei, dass alle beteiligten Partner, die mit der FMR eine gegenseitige Leistungsvereinbarung eingehen, dieses Inhaltsangebot kostenlos und diskriminierungsfrei für ihre jeweiligen Produkte und im Rahmen konzessionsrechtlicher Bestimmungen (RTR) nutzen können. Im Gegenzug verpflichten sie sich, entsprechende Verlagsleistungen zu erbringen wie zum Beispiel Druck, Vertrieb und Vermarktung einer Zeitung.

Damit soll einerseits sichergestellt werden, dass die drei derzeit existierenden rätoromanischen Zeitungen «La Quotidiana» (Somedia Press AG), «Posta Ladina» (Gammeter Media AG) und «Pagina da Surmeir» (Uniun Rumantscha da Surmeir) weiter existieren können. Sie sind besonders gefordert, weil sie in extrem kleinen und sprachlich stark fragmentierten Märkten operieren, was den Aufwand und damit die Kosten für die Herstellung stark erhöht. Andererseits bietet die engere Zusammenarbeit allen Beteiligten die Chance, in Zukunft neue und innovative Medienprodukte für die rätoromanische Sprachgemeinschaft zu entwickeln.

Wie bisher die ANR bedarf auch die FMR der öffentlichen Finanzierung durch Bund und Kanton. Während das Bundesamt für Kultur bereits seine Zusage erteilt hat, werden der Regierungsrat und der Grosse Rat des Kantons Graubünden das Geschäft im Herbst im Rahmen der Budgetdebatte beraten.

Medienmitteilung «Fundaziun Medias Rumantschas»


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