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Foto: shutterstock/peterschreiber

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Bündner Coronafälle sind im Oberengadin isoliert

Bei den beiden in Graubünden bestätigten Coronafällen handelt es sich um zwei Kinder einer italienischen Familie die im Oberengadin zu Gast sind. Die Kinder zeigen Symptome, sind aber in guter Verfassung. Update:

Vom Verbot grösserer Veranstaltungen könnte laut dem Bündner Gesundheitsminister, Peter Peyer, auch der Chalandamarz in einzelnen Gemeinden betroffen sein.

Auf Bundesebene bietet die Internetseite des Bundesamts für Gesundheit www.bag-coronavirus.ch weitere Informationen. Die BAG-Telefon Hotline 058 463 00 00 ist neu 24 Stunden in Betrieb.

Der Kanton Graubünden hat ebenfalls eine Internetseite mit weiterführenden Informationen aufgeschaltet: www.gr.ch/coronavirus

Update:, Donnerstag, 27. Februar, 15.30 Uhr:  Wie die Standeskanzlei am Donnerstagnachmittag meldet, ergreift der Kanton Graubünden präventive Massnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus. Unter anderem werden bis und mit 8. März Grossveranstaltungen verboten.

Bei zwei Personen im Kanton Graubünden wurde das Coronavirus COVID-19 nachgewiesen. Die Personen sind in guter gesundheitlicher Verfassung, vorsorglich hospitalisiert und gut betreut. Der Kanton ergreift in enger Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG alle Massnahmen zur Prävention einer Übertragung des Virus auf weitere Personen. Betroffen von den vorsorglichen Massnahmen sind derzeit die Regionen Maloja, Bernina, Engiadina Bassa/Val Müstair und Moesa, so die Standeskanzlei in ihrer Mitteilung.

Die Analyse des Referenzlabors für neu auftretende Viruserkrankungen (NAVI) in Genf hat den Verdacht bestätigt, dass die zwei Personen am neuen Coronavirus erkrankt sind. Bei den erkrankten Personen handelt es sich um zwei Kinder einer italienischen Familie, die im Oberengadin zu Gast ist. Sie zeigen Symptome, sind jedoch in guter gesundheitlicher Verfassung. Ihre Hospitalisierung erfolgte aufgrund der Weisungen des BAG zur Isolierung von betroffenen Personen. Im Rahmen des Kontaktmanagements wurden vier Personen zur Beobachtung unter Quarantäne gestellt, davon sind zwei als engste Bezugspersonen der betroffenen Kinder ebenfalls im Spital. Die Testergebnisse dieser Personen sind noch ausstehend.

Prävention: Absage von Grossanlässen – Engadin Skimarathon betroffen
«Der Kanton hat nun Massnahmen ergriffen, um eine Übertragung des Virus auf weitere Personen zu verhindern», sagt Regierungsrat Peter Peyer. Dazu gehört, dass das Gesundheitsamt verfügt hat, dass öffentliche Veranstaltungen mit überregionalem Charakter in den Regionen Maloja, Bernina, Engiadina Bassa/Val Müstair und Moesa vorerst bis und mit 8. März 2020 untersagt sind. Dies betrifft insbesondere den Engadin Skimarathon und die Veranstaltungen im Umfeld dieses Anlasses. Für die anderen Teile des Kantons Graubünden empfiehlt das Gesundheitsamt, auf grössere Veranstaltungen zu verzichten. «Dies gilt insbesondere für Anlässe, bei denen die Teilnehmenden nicht identifiziert und bei Bedarf getestet oder isoliert werden können», so Kantonsärztin Marina Jamnicki.

Aktuell rund 20 Verdachtsfälle im Kanton Graubünden – Abklärungen laufen
Neben den beiden bestätigten Fällen gibt es im ganzen Kanton aktuell rund 20 unbestätigte Verdachtsfälle sowie sieben Verdachtsfälle, welche sich als negativ erwiesen haben. Die Abklärungen laufen über die vom Bund bestimmten Laboratorien.

Die zuständigen Gremien des Kantons beurteilen die Lage laufend neu.

Update, Donnerstag, 27. Februar, 14.30 Uhr: Am Donnerstagnachmittag informierte das BAG in Bern die Medien. Laut Auskunft von BAG-Direktor Pascal Strupler, haben sich alle vier mit dem Coronavirus infiszierten Personen (je eine Person im Kanton Tessin und Genf, zwei Personen in Graubünden) in Italien angesteckt. In der Schweiz selber habe noch keine Ansteckung stattgefunden. Die beiden betroffenen Bündner gehören laut Daniel Koch, BAG-Abteilungsleiter Übertragbare Krankheiten, zu einer Familie und werden gemeinsam, im Familienverbund isoliert. 

Aktuell sind in der Schweiz 130 Verdachtsfälle in spezialisierten Labors in Abklärung. Bisher, so Daniel Koch, seien über 550 negative Labormeldungen zu verzeichnen. In den allermeisten Fällen, verläuft die Erkrankung relativ gut und ohne ernsthafte Folgen.

Vorgestellt wurde zudem die angekündigte Hygienekampagne des Bundes, welche angesichts der Ereignisse bereits am Mittwoch entlang der Südgrenzen gestartet wurde. Mit 1000 grell-gelben Plakaten und rund 200'000 eben solchen Flyern soll die Bevölkerung an Bahnhöfen, Flugplätzen, Tankstellen oder Autobahnrastplätzen auf die wichtigsten drei Verhaltensregeln aufmerksam gemacht werden: gründlich Hände waschen, in Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen und bei Husten und Fieber zu Hause bleiben.

Zeitnah soll die BAG-Hotline auf einen 24-Stunden-Betrieb ausgebaut werden und die Internetseite www.bag-coronavirus.ch aktiviert werden. Auf dieser sind Verhaltensmassnahmen aufgeführt und es steht das Kampagnenmaterial zum Download und Ausdruck bereit. Das BAG-Motto lautet: Es geht uns alle etwas an und jeder kann seinen Beitrag an die Eindämmung der Epidemie beitragen. Am Ab Freitag soll die Kampagne Eingang finden in die Printmedien und nächste Woche auch ins Fernsehen und die Online-Medien.

Sollte sich die Bedrohungslage ändern, so würde das Kampagnenmaterial von jetzt gelb, auf rot gewechselt.

Autor: Staka/Jon Duschletta

 

 


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