Eine violette Fläche markiert die Böschung beim Kreisel von Silvaplana. Kein Motorrad- oder Autofahrer schaut da nicht hin. Und Neugierige sind schon gespannt darauf, in welchen Farben sich die Flächen nächstes Jahr präsentieren werden.
Sonne, warme Temperaturen, Malojawind: im Oberengadin hat die Sommersaison mit einem Bilderbuchwochenende begonnen. So wie bei den Kitesurfern auf dem Silvaplanersee, wo der Andrang sehr gross wurde.
Seit neun Jahren bespielt Theatermann Giovanni Netzer mit seinem sommerlichen Kulturfestival «Origen» Mittelbünden – und punktuell weitere Regionen Graubündens. Nächstes Jahr soll auch das Oberengadin in einem grösseren Umfang mit einbezogen werden.
Am Freitagnachmittag hat sich auf der Malojastrasse zwischen Silvaplana und Sils eine Streifkollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad ereignet. Eine Person wurde dabei verletzt.
Am Mittwochvormittag ist es auf der Nordseite des Julierpasses zu einer Frontalkollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen gekommen. Der Töfffahrer verletzte sich dabei.
Am Freitagnachmittag hat sich auf einer Baustelle in Silvaplana ein Arbeitsunfall ereignet. Laut der Kantonspolizei Graubünden stürzte ein 55-jähriger Arbeiter aus einer Höhe von rund zweieinhalb Metern auf eine Betonplatte und verstarb.
Über das Pfingstwochenende haben rund 80 Spitzenschwinger aus dem Nordostschweizerischen Schwingerverband in Silvaplana ein Trainingslager durchgeführt. In einem beheizten Zelt konnten die verschiedenen Griffe und Schwünge geübt werden.
Am Wochenende wird die gesamte nordostschweizer Schwingerelite, angeführt von Schwingerkönig Arnold Forrer, 2013 in Silvaplana, dem Austragungsort des NOS 2012, anlässlich eines Traningscamps zu beobachten sein.
Sie haben Tradition, die vielen Baustellen nach der Schneeschmelze. Die guten Strassen im Engadin haben auch ihre Kehrseite: Sie müssen unterhalten werden. Die unzähligen Baustellen bekommen vor allem Verkehrsteilnehmer zu spüren.
Die Umfahrung Silvaplana könnte erst nach der Ski-WM 2017 fertiggestellt sein. Eine Beschwerde gegen die Auftragsvergabe für den 33,6 Millionen Franken teuren Tunnelbau, verzögert den jetzt vorgesehenen Aushub.