Keine fixe Bergbahnenpreise mehr

Mi, 13. Jun. 2018

Wer früh bucht profitiert, Spätentschlossene bezahlen. Fixe Bergbahnpreise sind im Oberengadin bald Vergangenheit. Was genau hinter dem neuen Preismodell «Snow Deal» steckt, sehen Sie in diesem Video. Finden Sie die Idee gut? Stimmen Sie ab!

Sind dynamische Bergbahnenpreise eine gute Sache?

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Leserbriefe, Online-Kommentare und Rückmeldungen bei den Bergbahnen zeigen es: Die Tickepreise sind ein grosses Thema. Die Branche hat darauf reagiert und verschiedenste Preismodelle auf den Markt gebracht. Die Saisonkarte für 222 Franken in Saas Fee war nur der Anfang.
Einen anderen Weg gehen die Bergbahnen im Oberengadin. Am 1. September startet das Angebot «Snow-Deal». Ab diesem Datum ist es möglich, Tages- und Mehrtageskarten für die kommende Wintersaison online zu kaufen. Mit einem erheblichen Preisvorteil für den Gast: Wer sein Ticket bis spätestens 15 Tage vor der Einlösung erwirbt, erhält einen Rabatt von bis zu 30 Prozent – auch in der Hochsaison. Frühbucher werden also belohnt, Spontan-Wintersportler hingegen müssen unter Umständen tiefer in die Tasche greifen. So genau kann das heute noch nicht gesagt werden. Denn ein dynamisches Preismodell zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es keine statischen Preislisten mehr gibt. Der Preis richtet sich komplett nach Angebot und Nachfrage. Der «Snow-Deal» wurde von der Tourismusorganisation und den Bergbahnen gemeinsam entwickelt. Beide sind überzeugt, dass das neue Modell im Sinne der Gäste und der Bergbahnen ist. Die Infrastruktur soll über die ganze Saison besser ausgelastet werden. Hohe Frühbucherrabatte sollen letztlich auch zu Frequenzsteigerungen führen.

Mehr zu diesem Thema in der EP/PL vom 14. Juni

Autor: Reto Stifel

Kommentare

St. Moritz wird das nie in den Griff bekommen. Das schauen wir uns schon über Jahre hinweg an. Es gibt immer noch die Alternative in einen anderen Skigebiet Ferien zu machen. Was wir auch machen werden:-(
Die Skigebiete sind das eigentliche Kapital der ganzen Region. Vergleichbar wie vor langer langer Zeit es die Almen (Alpen) für die Bauern waren. Damals waren und sind diese immer noch genossenschaftlich organisiert. Man sollte diese Bahnen nicht als gewinnstrebende Unternehmen für sich alleine führen, sondern als Herzstück der Gemeinden und der ganzen Region verstehen. Den Bahnen gehören die Anlagen aber nicht die Pisten; das Gelände, wo man Skifährt! Ein völlig absurdes Konstrukt! Die Bahnen hängen von der Region und deren Leistungsträgern ab und umgekehrt. Dies zu trennen ist organisatorisch nicht zu verstehen! Die Gemeinden sollten die Bahnen "verstaatlichen" (weil es gibt nur eine Corvigliabahn - es gibt keine Konkurrenz!) Heute ist es etwa so, wie wenn der Coop die Kasse vom restlichen Betrieb ausgliedern und privatisieren würde - vllig absurd! Jedes einzelne Produkt im Sortiment zahlt etwas an die Kassendienstleistung. Ist doch Unsinn die Bahnen "outzusourcen" und als eigenständige, gewinnorientierte Unternehmen zu betreiben, die dann bei den Hotels und Ferienwohnungen via "Bahnen inklusive" Quersubventionen verlangen! brrrrrrrrr - völlig falsch organisiert - meine Meinung
Nachtrag. Waeren die Bahnen (vergleichbar mit den Almen) in den Händen der Gemeinden und damit den Leistungsträgern, so könnten diese die Preise viel feiner abstimmen. Läuft es z.B. im Tourismus nicht so gut, der Gemeindekasse aber schon, so könnten diese die Skipässe etwas senken um die Nachfrage zu stimulieren. Bei so einer integrierten Lösung wäre es sogar denkbar ... die Bahnen völlig frei zu geben! was die Gästezahl extrem stimulieren würde, was wiedrum allen "Bauern" im Tal zu gute käme. Mit den Mehreinnahmen würden dann die Kosten für die Bahnbetriebe mehr als gedeckt sein! Wichtig ist, das man das Business Tourismus im Engadin "ALS EIN GANZES" versteht. Die Kasse im Coop "outzusourcen" ist wahrscheinlich aus organisatorischer Sicht nicht sehr schlau! aber genau das haben wir im Engadin mit den Bergbahnen gemacht!
Mit dem Argument der Kassen im Coop würde ich aufpassen. Denn die werden zusehends immer weiter ausgelagert. Und zwar wird die Arbeit dem Kunden überlassen, ohne eine Preisvergünstigung!
es gibt soviele verschiedene Preis- Modelle die Einfluss haben sollten und eingebracht werden sollten. Macht etwas, es kann nicht schlechter werden. Nach 15 Jahren Oberengadin haben wir uns dieses Jahr für eine Alternative umgesehen. Es ist schlichtweg zu teuer für eine Familie.
Immer noch stecken die Köpfe der Tourismusexperten im Sand!! Normalpreis für 79.- Sfr ab Saisonbeginn, dann feststellen, dass nur 1/4 der Abfahrten geöffnet sind, das ist schon reine Abzocke und bedarf schnellstmöglichst der Korrektur. Fähige Konkurrenten im Bergbahnbetrieb haben schon längst begriffen, dass man um saisonale Betriebsangebote (wie auch früher im Engadin) nicht herumkommt. Längst ist es im Engadin unerschwinglich, als Familie Skivergnügen und "Hütteneinkehrschwünge" zu haben. Das Frühbuchangebot beinhaltet eben nicht, dass bei Schlechtwetter die Frühbuchtickets zurückgebucht werden. Der lackierte ist der Frühbucher!! Es gäbe so viele anderweitige erfolgversprechende Tourismussmöglichkeiten, die im Angebot umzusetzen wären. Aber es scheint, die, die darüber abzustimmen haben, wollen das nicht!!! ...oder wäre es schlimm, wenn über 80zigjährige die Bahn umsonst mitfährt?? Das kostet kein Rappen mehr Strom, bringt aber den Bergrestaurants gewiss den fälligen und fehlenden Umsatz!!! Denn: die Restaurationen sind mangels der stupiden Gedankenwelt der für den Bergbahnbetrieb verantwortlichen Entscheider die Benachteiligten.
Dynamische Preise berücksichtigen ja genau das was Sie verlangen! Die Preise passen sich der Nachfrage an. In der Vorsaison, im Januar und im März / April ist die Nachfrage entsprechend tief und die Skipasspreise werden günstiger sein als der heutige statische Preis von CHF 80.-. Falls man dazu noch früh bucht bekommt man zusätzlichen Rabatt und kann für unter CHF 50.- Franken Skifahren. Bei mehreren Tagen noch günstiger. So funktioniert Tourismus auf der gesamten Welt und dynamische Preise sind die Zukunft. Deshalb ein guter Ansatz von den Bergbahnen dies in aller Konsequenz umzusetzen! Weiter gab es ja bei den Hotels schon ein absolut starkes Angebot mit CHF 38.- pro Tag Skifahren. Leider wurde dies von den Medien und Nörglern nicht aufgenommen und thematisiert. Man schreibt halt lieber über das Negative.
Na hoffen wir, dass die Hotels die Differenz die sie für die Bergbahnkarten für den Gast draufgelegt (und auf dem Zimmerpreis aufgerechnet haben) dann auch wieder vom Zimmerpreis abziehen. Nur so gibt das für den Gast auch Sinn wieder mehr für eine Bergbahnkarte zu zahlen, statt der CHF 38 pro Person und Tag. Aber wo kämen wir da hin - Zimmerpreise günstiger machen
Finde es eine Frechheit die Spontanen und Kurzentschlossenen zu bestrafen.
Da kann ich nur zustimmen! Wer profitiert, wenn das Wetter nicht zum Skifahren ist und ich nicht auf die Piste gehe - die Bergbahnen! Was soll da der Gast profitieren? Es ist an der Zeit, dass ich mir eine andere Destination zum Skifahren suche!!!
Meine Meinung! Keine spontane Buchung mehr... dazu kommt, dass gewisse Anlagen alt sind. Nun werden wir uns nach 20 Jahren Engadin Umorientieren. Schade eigentlich...

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