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Gesprächsrunde im Bergell mit Nationalrätin Anna Giacometti. Foto: z.Vfg

Gesprächsrunde im Bergell mit Nationalrätin Anna Giacometti. Foto: z.Vfg

Coronakrise: Regierung besucht Südtäler

Eine Delegation der Regierung und des Kantonalen Führungsstabs besuchte heute das Puschlav und das Bergell. Regierungspräsident Christian Rathgeb und Regierungsrat Marcus Caduff konnten sich vor Ort ein Bild der Situation im Grenzgebiet machen. 

Regierungspräsident Christian Rathgeb und Regierungsrat Marcus Caduff konnten sich in Einzeltreffen mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Gesundheitswesen, der Politik, der Wirtschaft und des Zivilschutzes ein Bild der Situation im Grenzgebiet zu Italien machen. Das Centro Sanitario Val Poschiavo erhielt gleichentags vom Zivilschutz ein beim Bund angefordertes mobiles Beatmungsgerät. Die Bündner Südtäler sind von der Coronakrise stärker betroffen als die anderen Regionen in Graubünden. Das heutige Treffen vor Ort im Puschlav und Bergell diente − wie schon der gestrige Besuch in der Region Moesa − dem Austausch und der Vernetzung. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Regionen Bernina und Maloja trafen sich heute mit Regierungspräsident Christian Rathgeb, Vorsteher des Departements für Finanzen und Gemeinden, und Regierungsrat Marcus Caduff, Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Soziales, sowie mit Martin Bühler, Chef des Kantonalen Führungsstabs. Beim Treffen ging es darum, die aktuelle Lage in den verschiedenen Regionen zu besprechen, aber auch rechtliche Fragen zu klären und praktische Probleme zu diskutieren sowie Lösungen zu finden.

Ein zentrales Thema betraf die Regelung für die Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Die Regierung ist sich der Wichtigkeit der italienischen Arbeitskräfte für die Südtäler bewusst. Gleichzeitig wurde an die Unternehmen appelliert, die rigorose Einhaltung der Hygienemassnahmen des Bundes einzuhalten. Das gelte nicht nur für den Arbeitsplatz, sondern auch für die Fahrten der Grenzgängerinnen und Grenzgänger von zu Hause und wieder zurück. Die Regierung vergewisserte sich vor Ort, dass diese Massnahmen auch strikte eingehalten und kontrolliert werden.

Im Rahmen des Treffens transportierte der Zivilschutz am Mittwoch ein mobiles Beatmungsgerät ins Centro Sanitario Val Poschiavo. Dank dem Gerät kann das Centro Sanitario Val Poschiavo den Patienten bei Notfalltransporten mehr Sicherheit bieten.

Die Regierung ist sich der schwierigen Situation der Bevölkerung, Arbeitgeber und Arbeitnehmenden in den Grenzregionen von Graubünden zu Italien bewusst. Der Kanton wird für die Regionen alles tun, um die Lage zu bewältigen und ist offen für den Dialog.

(staka)


1 Kommentar

1000/1000
Katharina von Salis am 10.04.2020, 08:39
Und jetzt wüsste man gerne, wie die derzeitige Situation in den Südtälern wirklich IST. Wie viele Coronoa-angesteckte Menschen sind zur Zeit in den beiden Tälern? Wie viele werden in den beiden Spitälern gepflegt? Wie viele Menschen sind bereits an Corona verstorben? Das Bergell hat seine Zweitheimischen gebeten, nicht ins Tal zu kommen über Ostern und offeriert ab heute Karfreitag die traditionellen Frühlings-Kulturevents ARTIPASTO online. Mutig, genial — Lebenswille, LebensKÜNSTLER, eben.
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