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Fredi Gmür, Claudio Dietrich und Kurt Bobst (von links). Foto: z. Vfg

Fredi Gmür, Claudio Dietrich und Kurt Bobst (von links). Foto: z. Vfg

Drei wollen, drei nicht

Claudio Dietrich, Kurt Bobst und Fredi Gmür heissen die drei neuen Verwaltungsräte der ESTM AG. Ebenfalls gewählt an der GV vom 15.5. wurden Marcel Bührer, Felix Ehrat und Richard Leuenberger. Sie haben auf ihr Mandat verzichtet.

Ein Haupttraktandum anlässlich der Generalversammlung der Engadin St. Moritz Tourismus AG war die Wahl des neuen Verwaltungsrates. Diese war nötig geworden, weil sich der bisherige VR nicht mehr zur Wiederwahl stellte (siehe auch Artikel auf der ersten Seite).
Gemäss Statuten haben die verschiedenen Leistungsträger der Region Maloja ein Vorschlagsrecht. Von diesem haben sie Gebrauch gemacht. Seitens der Hotellerie wurden Claudio Dietrich und Richard Leuenberger vorgeschlagen, seitens der Bergbahnen Marcel Bührer, vom Handel und Gewerbe Kurt Bobst, von der Parahotellerie Fredi Gmür und von den Gemeinden Felix Ehrat und ebenfalls Claudio Dietrich. Gewählt wurden die sechs Mitglieder von den Aktionären mit unterschiedlichen Resultaten. Nur Marcel Bührer erhielt 100 Prozent der Stimmen. Claudio Dietrich und Richard Leuenberger je 98,9 Prozent, Felix Ehrat 82,4 und Fredi Gmür und Kurt Bobst je 61,5 Prozent. Bereits am Freitagnachmittag sollte die konstituierende Sitzung des Gremiums stattfinden mit der Bekanntgabe, wer das VR-Präsidium übernimmt. Doch es kam anders: Am frühen Abend, kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe wurde bekannt, dass Leuenberger, Ehrat und Bührer ihr Mandat nicht antreten werden. Laut Claudio Dietrich sei man bei der Sitzung zum Schluss gekommen, dass man zuerst im kleinen Gremium die strukturellen,  organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen schaffen wolle, um die ESTM erfolgreich für die Zukunft zu rüsten.
Gemäss Artikel 14 der Statuten müssen VR-Mitglieder «in der Regel» in einer leitenden Funktion in einem Unternehmen tätig sein, welches vom Erfolg des Tourismusgeschäftes im Oberengadin massgeblich beeinflusst wird. Bei Bobst, Gmür und Ehrat ist dies direkt nicht der Fall, wählbar waren sie wegen der «in der Regel»-Formulierung trotzdem. Was auch auffällt, ist der Fakt, dass im neuen VR keine Frauen mehr vertreten sind, bisher waren es zwei. Gemäss Statuten dürfen maximal sieben Verwaltungsräte gewählt werden, durch den kurzfristigen Verzicht sind jetzt wieder vier Mandate offen.
Claudio Dietrich gehörte dem VR auch schon bisher an. Der Absolvent der Hotelfachschule Lausanne stammt aus der Besitzerfamilie des Hotels Waldhaus in Sils und führt dieses zusammen mit seinem Bruder seit zehn Jahren. Der 43-Jährige ist auch im Gemeindevorstand von Sils und bekleidet dort zurzeit das Amt des Vizepräsidenten. Darum vertritt er im ESTM-VR auch die Gemeinden. Dietrich hat sich zur Wiederwahl gestellt, weil in den letzten Jahren viel Aufbauarbeit geleistet worden sei. «Ich möchte mein Wissen auch in das neue Gremium einbringen», sagte er.
Kurt Bobst war von 2008 bis Ende 2019 CEO des Energieunternehmens Repower mit Sitz in Poschiavo. Anfang dieses Jahres hat er sich als Unternehmensberater selbständig gemacht. Der 55-Jährige ist verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt in Pontresina. Fredi Gmür ist vielen als CEO der Schweizer Jugendherbergen bekannt, eine Tätigkeit, welche er über 20 Jahre ausübte. Vorher war er unter anderem Tourismusdirektor in Savognin und Amden. Seit 2019 ist er mit einer Consulting-Firma selbständig. Er ist 61-jährig, verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.
Gemäss der Medienmitteilung obliegt es nun dem Dreier-Verwaltungsrat, die strukturellen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um die ESTM AG strategisch und politisch neu auszurichten. «Über eine strategische Erweiterung des Verwal-tungsrates wird zu gegebener Zeit zusammen mit den Aktionären entschieden», heisst es abschliessend.

Autor: Reto Stifel

Foto: z. Vfg


1 Kommentar

1000/1000
Fortunat am 17.05.2020, 17:13
Na dann wollen wir Mal hoffen. Aber wo ist der Punk? Nehmt Kinder in die Behörde. Einfach so weiter wie bisher geht nicht. Wo ist der Denker, der anders denkt und Visionen hat? Führer dürfen keine Verwalter sein. Es braucht Unternehmer, die genau das riskieren, was alle sagen "es geht nicht". Sicher geht es! Sonst bleibt alles beim Alten. Baut endlich den Flughafen aus und lasst neue Leute und neue Ideen rein. Wie damals die Bahn. Sonst haben wir bald nur noch Altersheime und sind völlig abgehängt hier oben.
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