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Foto: Reto Stifel

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Keine Soforthilfe für Bündner Medien

Der Grosse Rat hat es mit 65:35 Stimmen abgelehnt einen Auftrag zu überweisen, mit welchem die Bündner Medien aufgrund der aktuellen Cornapandemie mit einem Beitrag von 1,5 Mio. Franken à-fonds-perdu hätten unterstützt werden sollen.

In Vertretung von Erstunterzeichner Remo Cavegn (CVP, Rhäzüns) war es SP-Grossrätin Silvia Hofmann, die auf die schwierige Lage der Medien hinwies. Sparmassnahmen bei öffentlich-rechtlichen Sendern seien bereits beschlossen und würden beispielsweise das Regionaljournal Graubünden, aber auch RTR treffen.
Nicht besser präsentiere sich die Lage für die privaten Medienhäuser im Kanton. Das Informationsbedürfnis sei gerade während der Corona-Pandemie sehr hoch, entsprechend tauge auch das Instrument der Kurzarbeit für diese Berufsgruppe nichts. «Wir dürfen die Medienschaffenden in diesen schwierigen Zeiten nicht im Stich lassen», sagte sie und verwies auf andere Branchen, die vom Kanton ebenfalls mit A-fonds-perdu-Beiträgen unterstützt würden.
Sukkurs erhielt Hofmann von Grossrat Reto Crameri (CVP, Alvaschein). Er lobte die Medien für ihre objektive, aktuelle und transparente Berichterstattung, gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Angesichts des Rückgangs des Inseratevolumens von 50 bis zu 70 Prozent sei der Handlungsbedarf dringend. «Wir müssen jetzt ein Zeichen setzen», sagte er und bemängelte, dass sich die Regierung in ihrer Antwort hinter fehlenden gesetzlichen Grundlagen verstecke. «Sie haben in den letzten Monaten sehr viele Ausgaben beschlossen, ohne eine gesetzliche Grundlage», sagte er.
Der zuständige Regierungsrat Jon Domenic Parolini wollte die Wichtigkeit einer gut funktionierenden, unabhängigen Medienlandschaft nicht infrage stellen, warnte aber vor Aktionismus und Massnahmen, die nur sehr kurzfristig und punktuell wirken würden.
Er habe mit verschiedenen Vertretern von Medienhäusern im Kanton gesprochen. «Dabei wurde mir immer wieder gesagt, dass es viel wichtiger ist, mittel- und langfristige Unterstützungslösungen zu suchen», sagte er. Beispielsweise für die Transformation der Medienhäuser in eine Zukunft, die stärker digital geprägt sein könnte. Er verwies zudem auf einen Bericht, welcher aufgrund eines parlamentarischen Vorstosses aus dem Jahre 2018 bei der HSG St. Gallen in Auftrag gegeben worden wurde und unter anderem aufzeigen soll, wie Medienförderung seitens der öffentlichen Hand geschehen könnte.
Hofmann und Crameri monierten, dass man schon viel zu lange auf diesen Bericht warte. Gemäss Parolini sollte dieser innerhalb der kommenden zwei Monate präsentiert werden.

Autor und Foto: Reto Stifel


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