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Das nächste Derby-Spiel zwischen dem CdH Engiadina und dem EHC St. Moritz wäre für den 28. November geplant. Der Meisterschaftsbetrieb ist aber vorläufig und bis auf Weiteres unterbrochen (Foto: Daniel Zaugg).

Das nächste Derby-Spiel zwischen dem CdH Engiadina und dem EHC St. Moritz wäre für den 28. November geplant. Der Meisterschaftsbetrieb ist aber vorläufig und bis auf Weiteres unterbrochen (Foto: Daniel Zaugg).

Die Gesundheit geht vor – aber der Nachwuchs leidet

Der gesamte Spielbetrieb der Amateur- und Nachwuchsligen im Eishockey ist bis auf Weiteres unterbrochen. Der Trainingsbetrieb beim EHC St. Moritz und beim CdH Engiadina geht vorerst weiter, mindestens bis am nächsten Mittwoch.

Bereits vor Meisterschaftsbeginn war ein möglicher Abbruch des Spielbetriebes die grösste Sorge der Verantwortlichen der beiden grössten Engadiner Eishockeyclubs EHC St. Moritz und CdH Engiadina. Nach fünf Spielrunden war es dann am vergangenen Freitag soweit: Die Covid-19-Taskforce der Regio League hat entschieden, die Eishockey-Meisterschaft im Amateur- und Jugendbereich vorübergehend zu unterbrechen.
Dieser Entscheid gilt vorerst bis am Mittwoch, wenn der Bundesrat weiterführende Massnahmen vorstellt. Somit fanden die Eishockeyspiele vom Wochenende nicht statt. Engiadina hätte den EHC Kreuzlingen-Konstanz empfangen und beim EHC St. Moritz wäre es zur Revanche im Heimspiel gegen den SC Weinfelden gekommen. Der Spielbetrieb ist nun unterbrochen und niemand weiss so recht wie es weitergehen soll.

Das Training geht vorerst weiter
«So lange wir dürfen, werden wir weiter trainieren», sagt Benny Wunderer, Trainer des CdH Engiadina, «vorerst mal bis am Mittwoch und dann sehen wir weiter.» Dass es überhaupt soweit kommen wird, war für Wunderer voraussehbar. «Den Entscheid müssen wir aber akzeptieren», so der Engiadina-Trainer. Trotzdem sei es schade, gerade auch für seine Mannschaft, die einen starken Lauf hatte. «Wir haben mit viel Freude gespielt und alles gegeben, auch im Wissen, dass irgendwann der Unterbruch kommen wird.»
Den Entscheid bedauert er insbesondere auch für den Nachwuchs. Die Jugendlichen seien von einem eventuellen Trainingsabbruch am stärksten betroffen. Benny Wunderer hofft, dass der Spielbetrieb irgendwann weitergehen kann, sein Gefühl aber zeigt ein negativeres Bild.

Höchster Preis für den Nachwuchs
Auch Luigi Riva, Trainer des EHC St. Moritz wird mit seinen Mannschaften bis am Mittwoch weitertrainieren. Und auch er wird sich dann den weiteren Entscheiden fügen müssen. «Wir waren gut vorbereitet und haben viel für die entsprechenden Schutzkonzepte gearbeitet», sagt Riva. Persönlich findet er die aktuelle Situation eine Katastrophe. «Die Leute haben im Sommer und Herbst die persönlichen Massnahmen zu schnell vergessen und nun explodieren wieder die Zahlen», sagt er mit Bedauern. Beim EHC St. Moritz hatte er direkt keinen Fall zu verzeichnen. «Vielleicht hatten wir auch nur Glück», so der Trainer. Auch er ist der Meinung, dass nun der Nachwuchs den höchsten Preis bezahlen muss. «Dass sogar der Trainingsbetrieb bei Sportarten mit Körperkontakt eingestellt werden soll, wäre für mich falsch. Immerhin kann man auch individuell und ohne Körperkontakt trainieren.» Riva ist der Meinung, dass Kinder bis U13 – welche übrigens auch von der Maskenpflicht ausgeschlossen sind – Bewegung benötigen und sich auch weiterentwickeln müssen. «Wir haben die Verantwortung und müssen uns für die Jugendlichen einsetzen», so der Trainer des EHC St. Moritz.

Bundesrat entscheidet am Mittwoch
Die Bemühungen für den Nachwuchs unterstützt auch Marco Ritzmann. Der ehemalige Präsident des CdH Engiadina ist seit einigen Jahren Präsident des Bündner Eishockeyverbandes und beobachtet die Entwicklung im Eishockey aus nächster Nähe. «Der Verband Swiss Ice Hockey hatte aufgrund von Covid-19 mehrere Varianten und Phasen für den Meisterschaftsbetrieb entwickelt. Momentan ist der gesamte Spielbetrieb in den Amateurligen unterbrochen und alle warten auf die Entscheidungen des Bundesrates», so der Verbandspräsident. Er hofft schwer, dass mindestens der Trainingsbetrieb für den Nachwuchs weitergeführt werden kann. Zudem will er sich für sportfreundlichere Massnahmen in den von der Pandemie verschonteren Regionen einsetzen. «Und irgendwann wird sich die Politik auch mit den finanziellen Konsequenzen befassen müssen», sagt Ritzmann und deutet auf die hohen Unterhaltskosten der Eishallen hin. «Zurzeit ist aber die Gesundheit am wichtigsten», sagt er und wartet gespannt auf die morgige Medienkonferenz des Bundesrates.

Autor: Nicolo Bass


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