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Foto: RhB/www.swiss-image.ch

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Die «kleine Rote» tief in den roten Zahlen

Die Coronakrise beschert der RhB ein schwieriges, verlustreiches Jahr. Das Unternehmen geht von einem Verlust im knapp zweistelligen Millionenbereich aus. Bis die Vor-Corona-Zahlen wieder erreicht sind, dürfte es 2024 werden.

Basierend auf den Zahlen von Ende Oktober, erwartet die Rhätische Bahn (RhB) für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust von 24,7 Millionen Franken. Nach Abzug der zugesagten Covid-19-Finanzhilfe für den regionalen Personenverkehr und den Autoverlad verbleibt voraussichtlich ein negatives Jahresergebnis von rund zehn Millionen Franken. Dies teilte die RhB am Montag mit.
«Die RhB hat in der Coronakrise grosse Anstrengungen unternommen, die Kosten zu reduzieren», heisst es in der Mitteilung. Dies beispielsweise mit der Repriorisierung von Projekten oder dem Zurückstellen von nicht sicherheitsrelevanten und zwingenden Unterhaltsarbeiten. Während des Shutdowns wurden weniger Züge begleitet und eine spürbare Reduktion der Öffnungszeiten an den Bahnhöfen umgesetzt. Auch wurde im Monat April Kurzarbeit im Umfang von 20 Prozent angeordnet.
Während die Betriebsleistung während des Corona-Shutdowns nur um weniger als zehn Prozent habe reduziert werden können, seien die Frequenzen zwischen März und Mai um 80 bis 90 Prozent eingebrochen. Mit der Wiederaufnahme des touristischen Verkehrs im Juni erholte sich die Situation. In den Sommermonaten Juli und August erreichte die RhB, insbesondere dank Schweizer Fahrgästen, wieder 80 Prozent der Vorjahresfrequenzen. Während der noch andauernden zweiten Corona-Welle gingen die Frequenzen wieder auf 60 Prozent im touristischen- respektive 70 Prozent im Pendlerverkehr zurück.
Beim Autoverlad am Vereina erholte sich die Nachfrage schneller. Bereits im Juli wurden fast gleich viele Fahrzeuge wie im Vorjahr transportiert, und seit August liegt die Anzahl transportierter Fahrzeuge über jener vom Vorjahr. Trotz dieser Erholung im zweiten Halbjahr kann der Rückgang während des Shutdowns nicht ganz wett gemacht werden. Die RhB erwartet auch im Autoverlad ein negatives Ergebnis von zwischen ein und zwei Millionen Franken per Ende Jahr. Einzig der Güterverkehr konnte die Einflüsse der Coronavirus-Krise bisher wegstecken. Für die Bündner Güterbahn resultiert per Ende Oktober ein Einnahmeplus von 1,7 Prozent.
Für das Jahr 2021 erwartet die RhB gegenüber der gültigen Abgeltungsvereinbarung Mindereinnahmen von 17 Millionen Franken. «Geschäftsleitung und Verwaltungsrat gehen davon aus, dass im Personenverkehr das Niveau von 2019 frühestens 2024 wieder erreicht werden kann», heisst es weiter.
Nach wie vor befinde sich die RhB in einer tiefgreifenden Modernisierungsphase. Auch dieses Jahr konnten zahlreiche Infrastrukturprojekte weitergeführt werden. So wurden beispielsweise die Doppelspuren Landquart – Malans und Bever – Samedan in Betrieb genommen. Parallel laufe die grösste Rollmaterialbeschaffung in der Geschichte der RhB nach Plan.
Das Jahr 2020 wird für die RhB mit einem substantiellen Verlust abschliessen. Foto: RhB/www.swiss-image.ch


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