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Symbolbild: Jon Duschletta

Symbolbild: Jon Duschletta

Corona-Nachtests zeigen hohe Wirkung

Bei den Flächentests und Nachtestungen in Südbünden wurden 17'242 Tests durchgeführt und 192 Personen isoliert. Die Teststrategie zeigt in Kombination mit dem Gastro-Lockdown eine deutliche Wirkung: In der Region reduzierte sich die Anzahl Neuinfizierter im Vergleich zur Vorwoche um 73 Prozent. 

Laut einer Mitteilung der Standeskanzlei Graubünden werden Anfang Januar im Kanton neun fixe, regionale Testzentren in Betrieb genommen.

Rückblende: Aufgrund der anhaltend hohen Fallzahlen im Kanton Graubünden wurde im Zeitraum vom 10. bis 18. Dezember in Südbünden mit Flächentests, Nachtestungen, verstärkten Kontrollen, Ausbruchmanagement und Kontrolltestungen eine breite Palette an Massnahmen zur Pandemiebekämpfung umgesetzt. Im Flächentest zeigte sich, dass insgesamt sechs Gemeinden in den Regionen Maloja, Bernina und Engiadina Bassa/Val Müstair eine stark überdurchschnittliche Positivitätsrate aufwiesen. Gestützt auf diese Erkenntnis fanden am 17. und 18. Dezember 2020 in drei Gebieten Nachtestungen statt. Mit folgenden Resultaten: Region Bernina (Positivitätsrate: Flächentest (FT) 2.20 Prozent, Nachtest (NT) 2.43 Prozent), Gemeinde Samedan (FT 2.06 Prozent, NT 1.53 Prozent) und Gemeinde Samnaun (FT 1.46 Prozent, NT 1.53 Prozent). Insgesamt wurden an diesen drei Standorten 2092 Nachtests durchgeführt, wobei 42 Träger des Virus erkannt und die überdurchschnittlich hohe Positivitätsrate bestätigt wurden.

Fazit Flächentests und Nachtestungen
Der Fokus der wiederholten, grossflächigen Tests ist das Finden und Isolieren von Personen, die das Virus unerkannt in sich tragen. Dies sind einerseits sogenannt asymptomatische Personen, die im Verlauf der Erkrankung keine Symptome zeigen. Andererseits können sogenannt presymptomatische Fälle erkannt werden – also Personen, die am Anfang der Erkrankung stehen und bei denen sich die Symptome noch nicht manifestieren. Je mehr und je früher solche Fälle aufgespürt werden können, desto weniger weitere Personen werden angesteckt.
Vergleicht man die Sieben-Tage-Inzidenz der Kalenderwoche 50, vom 6. bis 13. Dezember, mit derjenigen der Folgewoche vom 13. bis 20. Dezember so ergibt sich für Südbünden eine Abnahme der symptomatischen Neuinfektionen um 73 Prozent (202 gegenüber 55 Neuinfektionen). Diese starke Reduktion ist gemäss der Standeskanzlei auf eine Kombination aus den Flächentests (Infizierte ohne Symptome und presymptomatische Personen), dem seit zwei Wochen bestehenden Gastro-Lockdown sowie den regulären Tests (Infizierte mit Symptomen) zurückzuführen.

Verstärkte Kontrollen
Parallel zu den Testungen führte die Kantonspolizei Graubünden im Zeitraum vom 10. bis 17. Dezember im gesamten Kantonsgebiet 144 Betriebskontrollen durch. Dabei konnte eine gute Einhaltung der Schutzkonzepte festgestellt werden.

Ausbruchsmanagement
Um erkannte Infektionsherde möglichst rasch unter Kontrolle zu bringen, wurden verschiedene Ausbruchstestungen durchgeführt. Dabei konnten Infizierte an drei Schulen (Bonaduz, Thusis, Untervaz) und in zwei Hotels (Arosa) ausfindig gemacht werden. Mit weiterführenden Testungen in deren familiären Umfeld konnten zudem auch dort Erkrankte gefunden und isoliert werden.

Kontrolltestung RhB als Pilotprojekt
Am 17. und 18. Dezember wurde mit der Belegschaft der RhB ein Pilotprojekt zur Betriebstestung durchgeführt. Dabei konnte sich die Belegschaft der RhB an verschiedenen Standorten freiwillig testen lassen: Mobiles Testzentrum Landquart (Infrastruktur der RhB), Kantonsspital Chur, Spital Davos, Spital Thusis, Spital Savognin, Center da Sandà Engiadina Bassa, Centro Sanitario Bregaglia. Insgesamt wurden 436 Personen getestet – nur zwei Resultate fielen positiv aus.

Neun regionale Testzentren ab Neujahr
Ab Anfang Januar 2021 werden in Graubünden neun regionale Testzentren in Betrieb genommen. Das detaillierte Konzept dazu ist derzeit noch in Erarbeitung. Das Ziel ist es, so viele Personen wie möglich zu testen, um Erkrankte frühzeitig zu finden und zu isolieren. Parallel zum Betrieb der Zentren können - je nach Lageentwicklung - weitere Flächentests sowie Nach- und Kontrolltestungen durchgeführt und auch das Ausbruchsmanagement erweitert werden. (staka)

Foto: Jon Duschletta


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