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Foto: Daniel Zaugg

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Zeitungen – eine wichtige Konstante im Krisenalltag

Noch nie war der Hunger nach journalistisch aufbereiteten Informationen so gross. Gleichzeitig erodieren die Einnahmen aus dem Werbemarkt. Trotzdem muss sich Qualitätsjournalismus finanzieren lassen. Gerade in den heutigen Zeiten.

Die «Engadiner Post/Posta Ladina» hat im vergangenen Jahr ihren 125. Geburtstag gefeiert. Im Rahmen dieser Festivitäten wurde einmal mehr offenkundig, was es bedeutet, eine Lokalzeitung durch schwierige Zeiten zu bringen. Zwei Weltkriege, eine Erdölkrise, die Finanzkrise oder der darbende Tourismus waren Herausforderungen, welchen sich Generationen von engagierten, motivierten und auch mutigen Berufsleuten stellen mussten. Sie haben die EP/PL zu dem gemacht, was sie heute ist: Ein lokales Informationsmedium, ein Bindeglied zwischen Gesellschaft, Politik, Sport und Kultur. Ein verbindendes Element auch zwischen Generationen und verschiedenen Sprachgruppen.

Wichtige Nutzerfinanzierung
Die Corona-Krise ist für die Schweizer Medienhäuser wie auch für viele andere Betriebe eine enorme Herausforderung. Sie sehen sich damit konfrontiert, dass praktisch über Nacht ein Standbein für die Finanzierung des Journalismus weggeknickt ist: Die Einnahmen aus dem Werbemarkt. Der Verband Schweizer Medien schreibt, dass aktuell 80 Prozent der Print-Werbung storniert wird. Für das laufende Jahr rechnen die Verleger schweizweit mit einem Einbruch von 400 Millionen Franken an Werbeeinnahmen.
Das bekommt auch die «Engadiner Post/Posta Ladina» zu spüren. Da kaum davon auszugehen ist, dass nach dem Ende der Corona-Krise das verloren gegangene Werbevolumen durch Mehrausgaben kompensiert wird, ist das zweite Standbein umso wichtiger: Die Finanzierung der Zeitung durch ihr Publikum – sprich die Leserinnen und Leser. Diese haben in der Corona-Krise ein Informationsbedürfnis wie selten zuvor. Und sie setzen auf klassische Medien, die schon häufig totgesagt worden sind: Fernsehen, Radio, Zeitungen.

Qualitätsjournalismus kostet
Das macht Mut. Denn es zeigt, dass der Konsument gerade in Krisenzeiten Informationen will, die journalistisch aufbereitet sind und medien- und berufsethischen Standards entsprechen. Und genau das macht den professionellen Journalismus aus: informieren, reflektieren, vertiefen, einordnen. Nicht ungefiltert Meinungen verbreiten oder Sprachrohr von Amtsstellen, Parteien und Organisationen sein.
Dieser Journalismus kostet Geld. Zahlungsbereitschaft der Leser bedingt zum einen das öffentliche Bewusstsein für Medien und deren Leistung für die Gesellschaft und die Demokratie. Zum anderen müssen Medienschaffende Qualität bieten. Daran arbeiten wir jeden Tag. Zurzeit unter erschwerten Bedingungen. Viele Themen, die sonst in dieser Jahreszeit Platz erhalten, fallen wegen des Coronavirus weg. Keine Konzerte, keine Ausstellungen, keine Sportanlässe, keine Gemeindeversammlungen – kurz, kein öffentliches Leben. Distanz halten – das Gebot der Stunde – schränkt auch bei der Verwendung von journalistischen Formen ein. Die Reportage lebt davon, dass der Journalist sehr nahe am Geschehen ist. Das Porträt verlangt eine intensive Auseinandersetzung mit dem Gegenüber.

Der Herausforderung stellen
Homeoffice steht dem entgegen. Nicht aber unserem Ziel, drei Mal pro Woche eine attraktive Zeitung zu produzieren und gedruckt oder digital in die Haushaltungen zu bringen. Als wichtige Konstante in einem schwierigen Alltag. Wie unsere Generationen zuvor, stellen wir uns der Herausforderung, die EP/PL durch raue See zu navigieren. Dafür, dass sie uns als Abonnentin oder Abonnent darin unterstützen, danken wir ganz herzlich.

Der direkte Link zu unseren Abos:
https://www.engadinerpost.ch/abo/


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