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Foto: S. Hofschlaeger /pixelio.de

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Richtig entschieden

Seit Donnerstag ist klar, dass die Bündner Gymnasiasten zur schriftlichen Maturaprüfung antraben müssen. Ein logischer und richtiger Entscheid der Regierung, findet der Kommentator. Die Chancengleichheit ist nämlich durchaus gegeben.


Reto Stifel

Die Bündner Regierung hat entschieden: Die schriftlichen Maturaprüfungen 2020 finden statt, die mündlichen nicht. Damit stellt sich Graubünden hinter die Mehrheit der Schweizer Kantone. Stand Donnerstag haben sich 13 für schriftliche Prüfungen ausgesprochen, neun dagegen und in vier Kantonen stand der Entscheid noch aus. 18 Kantone verzichten auf die mündlichen Prüfungen, vier führen sie durch und vier Kantone werden erst noch entscheiden.
Wenn versucht wird, Beispiele zu finden, welche das föderalistische Schweizer Staatssystem illustrieren, stammen diese häufig aus der Bildung. Wohl in keinem anderen Bereich wird die Eigenständigkeit so hoch gehalten wie im Schulwesen. Dies ist grundsätzlich begrüssenswert. Dass es aber bei der Frage der Maturaprüfungen nicht gelungen ist, eine einheitliche Lösung zu finden, ist schade. Denn die Vergleichbarkeit der Matura-Zeugnisse 2020 wird erschwert, könnte allerdings mit einem entsprechenden Eintrag im Zeugnis aufgefangen werden.
Dass die Schülerinnen und Schüler in Graubünden die Prüfungen schreiben müssen, ist richtig. Drei Gründe sprechen dafür. Der erste und wichtigste: Die Mittelschulen im Kanton garantieren, dass sie die Prüfungen so durchführen, dass die Regeln in Bezug auf Covid-19 eingehalten werden. Zweitens: Die Chancengleichheit ist gegeben. Seit Mitte März werden alle angehenden Maturanden per Fernunterricht geschult. Von 18-Jährigen muss erwartet werden, dass sie mit modernen Kommunikationstools umgehen können und dass sie eigenständig lernen. Drittens war und ist die Vorbereitungszeit genügend lang. Wer ab Mitte März darauf gepokert hat, dass die Prüfungen nicht stattfinden, hat sich verzockt und muss jetzt die Konsequenzen tragen – sprich in kurzer Zeit den Stoff nachpauken.
Wenn die oberste Bildungsdirektorin der Schweiz sagt, dass die Qualität des Abschlusses auch ohne Prüfung hoch ist, hat sie recht. Umso mehr, als ein Teil des Matura-Zeugnisses ja sowieso aus Noten besteht. Trotzdem: Sich innert einer bestimmten Frist viel Stoff in verschiedenen Fächern anzueignen und diesen zum Zeitpunkt X abzurufen, ist eine Herausforderung, wie sie nur eine Prüfung schaffen kann. Solche Situationen wird es im Leben immer wieder geben – für Maturanden, die sich für ein Studium entscheiden, sowieso.

Autor: Reto Stifel

Foto: S. Hofschlaeger /pixelio.de

reto.stifel@engadinerpost.ch


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