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Celerina ist zurückhaltend bei Bauprojekten.

Celerina ist zurückhaltend bei Bauprojekten.

Einen Schritt weiterdenken

Chefredaktor Reto Stifel kommentiert die stagnierende Entwicklung in Celerina.

Ob eine Flaniermeile im Dorf, diverse Hotelprojekte, der Rückbau der überdimensionierten Zu- und Abfahrt auf die Kantonsstrasse oder eine ökologische Aufwertung im Bereich Inn/Berninasee: Vieles, was in Celerina in den letzten zwei Jahrzehnten angedacht worden ist, ist früher oder später vom Souverän gebodigt worden. Und während andere Gemeinden einen neuen Dorfplatz, neue Sportanlagen oder auch neue Hotels gebaut haben, ist in Celerina herzlich wenig passiert. Daran soll sich auch nichts ändern, wenn es nach dem Willen von «besorgten Einwohnern und Ferienwohnungsbesitzern» geht. Wie schon 2013, beim gescheiterten Überbauungsprojekt bei Punt Schlattain, bevorzugt es die Gegnerschaft aus der Anonymität zu operieren. Anstelle einer Gesamtentwicklung soll Celerina mit einer Pflästerlipolitik aufgehübscht werden. Und wie schon vor sieben Jahren soll der Bereich Punt Schlattain für jedwelche Überbauungen tabu sein. «Um den schönen und einmaligen Freiraum in Celerina zu schützen», wie es im Flyer heisst, welcher dieser Tage in die Haushaltungen verteilt worden ist. Fakt ist, dass dieser Raum mit zwei Tennisplätzen, einer Bocciabahn, einem Fitnesspark und einem Kinderspielplatz zugepflastert ist und alles andere als einladend wirkt. Die Ablehnung des Hotelprojektes 2013 wurde damals damit begründet, dass die Bebauung überdimensioniert sei, dass ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Ortes fehle, dass die Informationen zu dürftig waren und die Bevölkerung nicht miteinbezogen worden sei. Die Gemeinde hat aus der Kritik gelernt. Das räumliche Leitbild, quasi das grosse Ganze über allem, lag 2017 zur öffentlichen Mitwirkung auf. Das Siegerprojekt «La Diagonela» ist öffentlich vorgestellt worden. Und sobald ein konkretes Vorprojekt erarbeitet worden ist, wird es eine weitere Möglichkeit zur Mitwirkung geben. Kommt hinzu: Genau die Ideen, welche die Gegner des Projektierungskredites einzeln umsetzen wollen, werden mit dem Projekt der Gestaltung des Dorfzentrums ganzheitlich angegangen. Sei es die Gestaltung des Areals vor dem Hotel Cresta Palace, eine Reduktion des Transitverkehrs, eine bessere Beleuchtung oder ein neues Langlaufzentrum. Ja, die 1,5 Mio. Franken alleine für die Projektierung sind viel Geld. Aber nach dem bisher Gehörten und Gesehenen darf dafür auch einiges erwartet werden. Im Minimum eine saubere Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte. Und im besten Fall ein Projekt, welches Celerina attraktiver macht und Leben in das Dorf zurückbringt. Dafür aber braucht es ein Ja zum Projektierungskredit.


1 Kommentar

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Fortunat am 13.06.2020, 18:58
Danke Engadinerpost, dass sie meinen Input aufgenommen haben :-) Wo einst Kühe weideten, stehen heute Zweitwohnungen. Die bringen der Gemeinde Jahr für Jahr Millionen an Eigenmietwert Steuern ein und Ausgaben gibt es fast keine. Darum kommen sie auf irre Ideen, irgend etwas bauen zu wollen. Sie haben es schon mehrmals versucht. Bauen, bauen, bauen. Anderes können sie nicht! Wie wäre es damit? kritisieren ist einfach. Die Gemeinde kündigt die Konzession der Bergbahn AG und übernimmt sie vollständig. Das ist sowieso eine Alibiübung. Die Bahnen laufen auf Gemeindeboden und Konkurrenz gibt es keine. Wie damals das Alpwesen. Mit den Überschüssen der Gemeinde werden die Bahnen finanziert und die Ticketpreise gesenkt. Der Skilift Provuler ist für Kinder unter 80 Jahren komplett gratis. Wenn die Gemeinde nicht weiss wohin mit den vielen, immerzu sprudelnden Millionen, dann hierhin und dann läuft der Laden wieder. Eine Gemeinde ist kein Business. Sie darf auf lange Sicht keine Gewinne machen!
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