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Foto: Reto Stifel

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Engadiner Taskforce kritisiert Bundesentscheide

Die Schliessung der Aussenflächen von Take-away Betrieben in den Bündner Skigebieten sei kontraproduktiv, rüffelt die Taskforce "Corona ll Engadin" den Bundesrat. Statt geordnet in Vierergruppen auf Terrassen würden die Gäste sich nun in Gruppen von bis zu 15 Personen zusammenfinden.

Der Entscheid, die Aussenflächen von Take-away-Betrieben in den Skigebieten wieder zu schliessen, sei aus mehreren Gründen falsch, schreibt die Taskforce zu den heute beschlossenen Massnahmen in Bundesbern. Statt in Vierergruppen an Tischen zu sitzen, könnten die Take-away-Gäste sich nun in Gruppen von bis zu 15 Personen ansammeln und ohne Hygienevorschriften oder Mindestabstände zusammen essen und trinken. Dies sei aus epidemiologischer Sicht eine klare Verschlechterung.

Aus Sicht der Berggastronomie werde eines der letzten, kleinen Geschäftsfelder nun so beschnitten, dass sich die betroffenen Betriebe einmal mehr die Frage stellen müssten, ob sie ihre Betriebe schliessen. Es sei aber im Sinn der Gäste und deren Gesundheit, wenn in den Skigebieten so viele Gastronomieangebote offenbleiben könnten wie möglich. Nur so könnten sich die Gäste in den Gebieten verteilen und Menschenansammlungen vermieden werden.

Testen: Jetzt erst recht!
Dass die Bündner Regierung im Gegenzug beschlossen habe, nun die gesamten Kosten der Betriebstests zu übernehmen, sei sehr zu begrüssen. Die Tests würden hervorragend laufen und deren Bedeutung habe vor dem Hintergrund der Verschlechterung der Situation in den Skigebieten noch zugenommen. Die Taskforce «Corona II Engadin» ruft nun alle Betriebe in Graubünden dazu auf, an den Tests mitzumachen und ihre Mitarbeitenden zu motivieren, dies ebenfalls zu tun.

Die gut funktionierenden Schutzkonzepte der Bündner Betriebe und die Mehrsäulenstrategie des Kantons mit den durch die Südbündner Gemeinden unterstützten Betriebs- und Flächentests hätten bewiesen, dass sie wirksame Mittel gegen die Pandemie seien, heisst es weiter. Die Haltung des Bundes, der diese Anstrengungen scheinbar noch immer ignoriere, sei nicht nachvollziehbar. Die Taskforce ruft die Bündner Regierung auf, nicht aufzugeben, ihren Entscheid trotz dem massiven Druck des Bundes noch einmal zu überdenken und noch einmal alles dafür zu tun, dass die Zuständigen auf Bundesebene ihre unverständliche, kontraproduktive Haltung in dieser Frage aufgeben.

(pd)


3 Kommentare

1000/1000
René Maudry am 25.02.2021, 10:57
Liebe Bündner, haltet die Restaurant Terassen offen.
Ich habe es selber erlebt, als die Terassen noch nicht offen hatten, hatte es viele größere Personengruppen vor den Take- Away Ständen beisammen. Als die Terassen offen waren, hatten sich die Leute an die vierer Tische gesetzt und hatten genügend Abstand. Dass das der Bundesrat nicht geschnallt hat, ist mir ein Rätsel.
Also bitte Terassen offen halten!
Peter Dotto am 25.02.2021, 11:12
Der Entscheid des Bundesrat
ist ein Affront gegen die Massnahmen der Bündner.
Hoffentlich bleiben die Restaurant Betreiber hart und lassen sich von den diktatorischen Entscheidungen
der Landesregierung nicht einschüchtern !
M.M. am 25.02.2021, 18:33
Liebe Bündner, haltet an eurem sehr guten Konzept fest und lasst die Terassen offen.
Wir erleben es aktuell, dass ihr das super macht, weiter so.
Der erneute Entscheid vom BR, die Restaurant und vor allem auch die Terassen zu schliessen, sind voll daneben.
R. Maudry’s Begründung/Argumente teile ich zu 100%.
Schade, dass der BR keine Einsicht den Beizer gegenüber zeigt, die sind wohl schon genug bestraft worden in der ganzen Corona Zeit, aber die Läden dürfen wieder öffnen, da sind wohl Verbreitungen des Virus grösser, als mit 4 Personen an einem Tisch zu essen.
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