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Foto: Shutterstock/Viacheslav Lopatin

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Fehler im Algorithmus

Insgesamt über 17 000 Personen haben sich für die Covid-Impfung in Graubünden angemeldet. Am ersten Anmeldetag konnten rund 200 Personen die Anmeldung nicht abschliessen. Diese wurden kontaktiert. Zudem gibt es einen Fehler im Algorithmus. 

Wie Regierungsrat Peter Peyer anlässlich der Covid-Debatte im Grossen Rat am Mittwoch erklärte, haben sich insgesamt über 17 000 Personen für die Covid-Impfung in Graubünden angemeldet. Davon wurden 9894 Personen erstmals geimpft, und 4329 Personen haben bereits die zweite Impfung erhalten. Wie Peyer ausführte, wurde die Risikogruppe 1 mit Bewohnern von Alters - und Pflegeheimen mit 83 Prozent praktisch geimpft. Schwieriger wird es wegen der Impfstoffverfügbarkeit mit den Risikogruppen 2 und 3. Dabei handelt es sich um die Gruppe 75+ und Personen ab Geburtsjahr 2005 und älter mit schweren chronischen Erkrankungen. «Wenn wir genügend Impfstoffe hätten, könnten wir das Ziel erreichen, bis Mitte Juni alle Bündnerinnen und Bündner zu impfen, die auch geimpft werden wollen», so der Gesundheitsminister. «Aber dafür benötigen wir genügend Impfstoffe.»

Weiterhin Geduld gefragt
Bei den angemeldeten Personen ist hingegen Geduld gefragt. So gibt es immer noch Personen der Risikogruppen 2 und 3, die sich am 12. Januar 2021 angemeldet haben und immer noch keinen Impftermin erhalten haben. «Es hat Probleme mit dem Anmelde-Tool gegeben», informiert Peter Peyer. Die Kommunikationsstelle Coronavirus des Kantons Graubünden antwortet auf Anfrage der «Engadiner Post/Posta Ladina», dass bei der Aktivierung des Anmeldeportals des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) am ersten Tag zahlreiche Personen vom System nicht erfasst wurden. Dies hauptsächlich deshalb, weil diese Personen den Anmeldeprozess nicht vollständig abgeschlossen haben. Aus diesem Grund wurden umgehend Anpassungen im Bereich der Usability vorgenommen. «Die betroffenen knapp 200 Personen wurden telefonisch kontaktiert, um den Anmeldeprozess zu beenden beziehungsweise um in das System aufgenommen zu werden», schreibt die Kommunikationsstelle des Kantons. «Weil es sich um ein IT-Tool des Bundes handelt, hat der Kanton darauf keinen Einfluss», so Regierungsrat Peter Peyer.

Fehler bei den Algorithmen
Die «Engadiner Post/Posta Ladina» hat in den vergangenen Wochen bereits mehrmals das Anmeldeverfahren für die Covid-Impfung thematisiert. In der Berichterstattung ging es unter anderem um die Algorithmen, nach welchen die Impftermine für die entsprechenden Impfzentren vergeben werden und um die Priorisierung innerhalb der einzelnen Risikogruppen. Wie das BAG vergangene Woche meldete, ist der Anmeldezeitpunkt das einzige Kriterium für die Terminvergabe. Weil die EP/PL Kenntnis von Personen hatte, die sich nach dem 12. Januar angemeldet haben und bereits erstmals geimpft wurden und von am ersten Tag angemeldeten Personen, die immer noch auf einen Terminen warten, wurde das BAG nochmals kontaktiert. Und die Vermutungen haben sich bewahrheitet: «Es gibt einen Fehler im Priorisierungs-Algorithmus, und wir arbeiten mit Hochdruck daran, diesen zu beheben», schreibt die Kommunikationsstelle des BAG. Dieser Fehler führt dazu, dass einzelne angemeldete Personen von anderen Personen derselben Risikogruppe «überholt» werden können, auch wenn sich diese später angemeldet haben. Gemäss Auskunft des BAG müssen Personen, welche einen Verifizierungs-Code erhalten haben, zur Zeit nichts weiter unternehmen. «Wenn der Fehler behoben ist, wird es nicht mehr möglich sein, dass jemand in der Warteschlange überholt wird», so das BAG.

Text: Nicolo Bass


1 Kommentar

1000/1000
Fränzli am 18.02.2021, 08:55
Wir haben das in der eigenen Familie erlebt. Es ist schon unglaublich, was das BAG auch anpackt, ohne Fehler geht gar nichts. Ist jedoch nachvollziehbar, dass es schwierig ist, die Algorithmen bei den Fax-Geräten im BAG zu programmieren.
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