Selina Gasparin. Foto: SwissSki

Selina Gasparin. Foto: SwissSki

Selina Gasparin beendet ihre Karriere

Die Schweizer Biathlon-Pionierin Selina Gasparin beendete am Samstag ihre Weltcup-Karriere am Holmenkollen im norwegischen Oslo mit einem 41. Rang. Damit verpasste sie die Qualifikation für das Massenstart-Rennen vom Sonntag. Anfang April startet sie noch an den Schweizermeisterschaften in Realp.

Seit ihrem Weltcup-Debüt im November 2005 in Östersund gilt Selina Gasparin als Pionierin des Biathlonsports in der Schweiz. Nun entschied sich die Bündnerin nach insgesamt vier Olympia- und zwölf WM-Teilnahmen dazu, ihre erfolgreiche Karriere zu beenden. «Nach dieser Olympia-Saison sehe ich den idealen Zeitpunkt gekommen, meine lange Reise als aktive Biathletin zu beenden. Mir wird eine Vielzahl an fantastischen, unvergesslichen Erlebnissen auf und abseits der Loipen und Schiessstände in Erinnerung bleiben. Ich blicke deshalb mit Zufriedenheit auf meine Karriere zurück und freue mich, während fast zwei Jahrzehnten zur Entwicklung des Biathlonsports in der Schweiz beigetragen haben zu können», so die 37-Jährige. «Bei all jenen, welche mich auf meinem langen Weg mit allen Höhen und Tiefen begleitet und unterstützt haben, möchte ich mich herzlich bedanken.»

Nach ihrem Wechsel vom Langlauf zum Biathlon 2004 zeichnete Selina Gasparin für einige Meilensteine im Schweizer Schneesport verantwortlich. Zunächst war sie während mehreren Jahren als einzige Schweizer Biathletin auf Weltcup-Stufe aktiv. In der Saison 2013/14 sorgte sie mit ihren Siegen in den Sprints von Hochfilzen und Le Grand-Bornand für die ersten Schweizer Weltcupsiege im Biathlon überhaupt. Zwei Monate später feierte die älteste der drei im Weltcup startenden Gasparin-Schwestern den grössten Erfolg ihrer Karriere, als sie an den Olympischen Spielen in Sotschi im Einzel über 15 km ohne Schiessfehler blieb und mit Silber die erste (und bislang einzige) Olympiamedaille für die Schweiz im Biathlon gewann. Insgesamt stehen für die zweifache Mutter vier Podestklassierungen in Weltcup-Einzelrennen zu Buche. Zudem war sie Mitglied jenes Schweizer Quartetts, welches in der Saison 2019/20 die ersten drei Weltcup-Podestplätze einer Schweizer Frauen-Staffel herauslaufen konnte.

Als Aushängeschild des Schweizer Biathlonsports unterstützte Selina Gasparin auch die Entwicklungen rund um die Roland Arena auf der Lenzerheide, der ersten international weltcuptauglichen Biathlonanlage der Schweiz. So war sie unter anderem Botschafterin der erfolgreichen Kandidatur für die Biathlon-Weltmeisterschaften 2025.

Ihren letzten Auftritt als aktive Biathletin wird Selina Gasparin Anfang April anlässlich der Schweizer Meisterschaften in Realp haben. (pd/SwissSki)


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