Heute in zwei Monaten, am 8. März um genau 8.15 Uhr, fällt in Maloja der Startschuss für den 56. Engadin Skimarathon. Wie die Organisatoren diese Woche mitteilten, haben sich noch vor Jahreswechsel bereits über 11 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet - das sind rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt. Dies, obwohl im Engadin seit November praktisch kein Schnee mehr gefallen ist und mehrere Abschnitte der Marathonstrecke noch gar nicht gespurt werden konnten. Und auch die Seen sind noch nicht komplett zugefroren, allerdings dürfte das bei den aktuellen Temperaturen und Wetterbedingungen nicht mehr allzu lange dauern.
Alle Rennen auf Rekordkurs
Erfreulich ist nicht nur der aktuelle Anmeldestand beim Hauptrennen, dem Marathon, sondern auch bei den anderen Rennen. Das Auftaktrennen der Marathonwoche, der Engadin Frauenlauf, steuert ebenfalls auf einen Rekord zu, momentan stehen bereits über 900 Frauen auf der Startliste. Das Besondere dieses Jahr: Der Engadin Frauenlauf feiert sein 25-jähriges Jubiläum - und das am Tag des Chalandamarz. Knapp 800 Teilnehmerinnen waren es bei der Erstausgabe im Jahr 2000. Bei der Rekordausgabe waren es 1384 Läuferinnen. Gut möglich, dass diese Zahl bei der diesjährigen Jubiläumsausgabe geknackt wird.
Gleiches gilt für den Engadin Nachtlauf, der am Donnerstag, dem 5. März stattfindet. Die auf 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzten Startplätze sind mit 715 Anmeldungen jetzt schon zu über 70 Prozent gebucht. Der Engadin Nachtlauf, der die Teilnehmer bei Kerzenlicht und Mondschein von Sils nach Pontresina führt, wird bereits zum 8. Mal ausgetragen.
Langlauf boomt noch immer
Trotz der verhältnismässig dünnen Schneedecke über die Festtage haben ausserordentlich viele Langlaufbegeisterte die Loipen im Engadin besucht. Diese sind seit Beginn der Saison in einem hervorragenden Zustand. Dank der anhaltend frostigen Temperaturen konnte fortlaufend maschinell erzeugter Schnee eingearbeitet werden, welcher nicht nur eine gute Grundlage bietet, sondern auch resistenter ist als Naturschnee. Sowohl die Sportgeschäfte in der Region als auch Langlaufschulen bestätigen, dass der Langlaufsport weiterhin auf grosse Beliebtheit stösst und über die Festtage sehr viele Kurse gebucht und Mietmaterial verliehen wurde.
Wenn jetzt Frau Holle noch ihren Teil dazu beiträgt und es kräftig schneien lässt, dann können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf eine Marathonwoche freuen, die gleich mehrere Rekorde brechen könnte. Und die Organisatoren und Verantwortlichen auf eine «ruhige» Ausgabe ohne wetterbedingte kurzfristige Änderungen auf der Strecke.
Autorin: Sina Margadant
Foto: Daniel Zaugg
Autorin: Sina Margadant
Foto: Daniel Zaugg




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