15.08.2026 Andrea Gutgsell 1 min
Foto: shutterstock.com/Rudmer Zwerver

Foto: shutterstock.com/Rudmer Zwerver

Sieben bediente Kassen, die irgendwann für das Bezahlen der Einkäufe gebaut wurden, leuchten rot, während freundliche Kassiererinnen versuchen, technisch überforderten Kundinnen und Kunden an den Selbstbedienungskassen zu helfen. Im gefühlt auf 5 Grad heruntergekühlten Einkaufszentrum wollen wir unsere Einkäufe nur noch schnell bezahlen und im Rucksack verstauen. 

Links stellen wir, wie beschrieben, Einkaufskorb und Lebensmittel auf die Ablage. Das Sechserpack Mineralwasser bleibt am Boden – wo soll es sonst hin? Rechts platzieren wir unseren Rucksack, bereit zum Einpacken. Alarm. Wir stehen im Rampenlicht. Der Rucksack darf dort nicht stehen. Die Flächen links und rechts sind nämlich Waagen. Das System erwartet, dass alles, was links liegt, gescannt wird, und anschliessend rechts landet. Gramm für Gramm. 

Also: Rucksack weg, Lebensmittel scannen. Doch wohin mit dem Mineralwasser? Natürlich auf die Waage. Wieder rotes Licht. Wieder Alarm. Das Wasser hätte von Anfang an auch auf der Waage liegen müssen. Das Gewicht stimmt wieder nicht. Hinter uns hat sich inzwischen eine Schlange gebildet, die unserer Einführung in die italienische Wiegetechnik amüsiert folgt. Ich hasse Selbstbedienungskassen. Factum brutum.

Andrea Gutgsell

a.gutgsell@engadinerpost.ch
Andrea Gutgsell schreibt als Redaktor seit 2023 für die Engadiner Post.

PS werden von den Redaktorinnen und Redaktoren der Engadiner Post / Posta Ladina geschrieben und erscheinen wöchentlich in der Samstagsausgabe der EP/PL.