22.08.2026 Sina Margadant 1 min
Symbolfoto: shutterstock.com / Brian A. Jackson

Symbolfoto: shutterstock.com / Brian A. Jackson

Regen! Und nicht drei Alibi-Tropfen, die wieder verdampfen, bevor sie den Boden berühren. Nein, am Donnerstag hat es mehr oder weniger den ganzen Tag geregnet. Und gestern schon wieder. Nach Wochen voller Hitze und Trockenheit müsste man eigentlich jubelnd durch die Pfützen springen. Und tatsächlich: Am letzten Laret-Markt des Sommers am Donnerstag schien der Regen kaum jemanden zu stören. 

Trotz nasser Via Maistra und Temperaturen, bei denen man das Bier besser gegen Glühwein getauscht hätte. Regenschirme, Kapuzen auf den Köpfen – und erstaunlich viele zufriedene Gesichter. Selten dürfte ein verregneter Sommerabend auf so viel Gegenliebe gestossen sein. Ich gebe mir ebenfalls Mühe mit der Begeisterung. Regen ist wichtig. Die Natur braucht ihn. Nur: Muss es dazu gleich knapp elf Grad kalt sein? Nach den vergangenen Wochen fühlt sich das an, als hätte jemand über Nacht vom Hochsommer direkt auf November umgeschaltet. 

Diese feuchte Kälte kriecht einem durch Jacke, Pullover und gefühlt direkt ins Knochenmark. Aber ich will nicht undankbar sein. Also: Ja, willkommen, lieber Regen! Bleib ruhig noch ein bisschen. Aber wenn du gehst, nimm bitte die elf Grad mit.

Sina Margadant

s.margadant@engadinerpost.ch
Seit 2025 schreibt Sina Margadant für die «Engadiner Post/Posta Ladina».

PS werden von den Redaktorinnen und Redaktoren der Engadiner Post / Posta Ladina geschrieben und erscheinen wöchentlich in der Samstagsausgabe der EP/PL.