In den letzten Monaten, insbesondere im August, wurden viele Schafherden von Wölfen angegriffen. Der Bär im Unterengadin hat Schafe im Val Lavinuoz gerissen. Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden macht sein Möglichstes, um im Rahmen ...
Leserbriefe
Leserbriefe werden von unseren Leser:innen verfasst und bilden ihre persönliche Meinung/Haltung ab.
Graubünden ist nicht der Zoo der Schweiz
Nach 100 Jahren kommen Wölfe und Bären in unsere stark besiedelte Region zurück. Da drängt sich ein Verdacht auf, ob nicht jemand hinter dieser Aktion stand.
Bär und Wolf dürfen sich in unseren Wälder tummeln, aber nur in einem normalen Verhältnis zu den anderen Wildtierarten und Nutztieren. Wenn man die Wölfe wie die anderen Wildtiere zum freien Abschuss der Jäger überlassen würde, könnte man die Wolfrudel auf eine normal Quote reduzieren. Solange nur die Wildhut und staatliche Organe bestimmen, wie viele Wölfe zu erlegen sind, wird man das Problem nie lösen können. Wenn beispielsweise im Engadin von sechs Jungwölfen nur zwei Wölfe abgeschossen werden dürfen, ist das nur Tropfen auf den heissen Stein.
Hans Joos, Samedan/St. Moritz