Der Verein «Switzerland 2038» hat sein Konzept für Olympische und Paralympische Winterspiele im Jahr 2038 vorgestellt. Anders als bei bisherigen Austragungen soll nicht eine einzelne Stadt Gastgeberin sein, sondern die ganze Schweiz, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Vorgesehen sind Wettkampfstätten in allen Landesteilen – von Genf und Lausanne über Crans-Montana, Engelberg und Zürich bis nach Lenzerheide, St. Moritz und ins Tessin.

Die Kandidatur befindet sich derzeit in einem sogenannten privilegierten Dialog mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Dieser gewährt der Schweiz Exklusivität bis Ende 2027. Träger des Projekts sind die nationalen Wintersportverbände sowie Swiss Olympic und Swiss Paralympic, die den Verein im November 2023 gegründet haben. Kern des Konzepts ist die konse­quente Nutzung bestehender Sportanlagen. Neue Grossbauten sollen vermieden werden, um Kosten und ökologische Auswirkungen möglichst gering zu halten. Der nationale Ansatz soll zudem den Zusammenhalt stärken und dem ganzen Land eine langfristige internationale Sichtbarkeit verschaffen – insbesondere im Tourismus.

Das Budget für die Phase von der Vergabe bis zur Durchführung der Spiele beläuft sich auf 2,2 Milliarden Franken. Rund 82 Prozent sollen aus privaten Mitteln stammen, 18 Prozent aus öffentlicher Unterstützung. Öffentliche Defizitgarantien sind gemäss Verein nicht vorgesehen; 200 Millionen Franken sollen privat abgesichert werden.

In den kommenden Jahren will «Switzerland 2038» die politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen schaffen, um eine Austragung der Winterspiele in der Schweiz zu ermögli­chen. 

Medienmitteilung: Verein Olympische und Paralym­pische Winterspiele Schweiz 2038
Foto: Keystone, Laurent Gillieron