Am 14. Januar hat der Bundesrat das Vernehmlassungsverfahren für eine mögliche Kandidatur für Olympische Winterspiele eröffnet. Interessierte Kreise können sich bis Mitte März dazu äussern, im Juni will der Bundesrat die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschieden. Der Grundsatz- und Planungsbeschluss sieht einen Bundesbeitrag von maximal 200 Millionen Franken vor, dies ohne Haftung für Defizite. Gemäss einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport steht der Bundesrat dem Projekt Olympische Winterspiele 2038 positiv gegenüber. Er sehe die grossen Chancen, die ein solcher internationaler Grossanlass für die Schweiz berge – unter anderem für die Weiterentwicklung des Sports, für technische Innovatio­nen, für die Förderung des gesellschaft­lichen Zusammenhalts, für die langfristige touristische Wertschöpfung wie auch für das positive Ansehen der Schweiz. Mit der Vergabe der Spiele muss der Bund aber verschiedene Garantien gegenüber dem Internationa­len Olympischen Komitee (IOK) abgeben: unter anderem die Einhaltung der Regeln der Olympischen Charta, den Kampf gegen Korruption oder Dopingmissbrauch sowie den Schutz der Eigentumsrechte des IOK.

Wenn die Olympischen Winterspiele 2038 tatsächlich an die Schweiz vergeben würden, könnte St. Moritz nach 1928 und 1948 zum dritten Mal in seiner Geschichte olympisch werden. Weil die Grundidee der Bewerbung dezentrale Austragungsorte vorsieht und bestehende Infrastrukturen genutzt werden sollen, würden in St. Moritz und Silvaplana die Freestyle-Wettkämpfe stattfinden. Der Olympia-Bobrun St. Moritz/Celerina würde für Bob, Skeleton und Rodeln genutzt. Wie wird der Anlass finanziert und was meinen Oberengadiner Grossrätinnen und Grossräte zu einer möglichen Kandidatur? Lesen Sie mehr darüber in der Ausgabe vom 22. Januar. 

Autor: Reto Stifel
Foto: Keystone