Im Kanton Graubünden sind in diesem Jahr bislang zwei Wolfsrudel mit Nachwuchs bestätigt worden. Wie aus dem aktuellen Monitoring des Amts für Jagd und Fischerei hervorgeht, wurden Anfang Juli beim Calanda-2-Rudel mindestens sieben Welpen nachgewiesen, Ende Juli folgte der Nachweis von mindestens sechs Welpen beim Seta-Rudel. Insgesamt sind damit derzeit mindestens 13 Wolfswelpen bestätigt. 

Das Wolfsrudel Val Sinestra auf Gemein­degebiet von Scuol gibt es hingegen nicht mehr. Im ersten Quartal musste der Status noch abgeklärt werden, im aktuellen Monitoring wird das Rudel im Unterengadin nicht aufgeführt. Dieses Wolfsrudel wurde während der letzten Regulationsperiode zur Regulierung freigegeben. In der laufenden Regulationsperiode wurden im Rahmen der Wolfsregulation bisher keine Abschüsse vorgenommen. Per Ende Juni waren im Kanton zehn Wolfsrudel sowie ein grenzüberschreitendes Rudel bestätigt. 

Im zweiten Quartal wurden zudem zwei Wölfe mit GPS-Halsbandsendern versehen. Mehrere Wolfssichtungen in Siedlungsgebieten wurden unter anderem aus Davos, Val Müstair und Vaz/Obervaz gemeldet. Ausserdem gingen im zweiten Quartal 58 Bärennachweise ein, hauptsächlich aus den Regionen Zernez und Scuol. Hinweise auf zwei verschiedene Bären liegen laut dem Amt derzeit nicht vor.

Medienmitteilung: Standeskanzlei Graubünden/ep
Foto: shutterstock.com/Martin Prochazkacz