In diesem Frühling wurden in Graubünden 8597 Hirsche gezählt, 114 Tiere weniger als im Vorjahr. Auf der diesjährigen Jagd sollen gemäss kantonalem Abschussplan 4616 Hirsche erlegt werden (2025: 4835 Hirsche). «Die Reduktion der Hirschbestände in den letzten Jahren zeigt deutlich, dass die Jägerinnen und Jäger ihrer Verantwortung nachkommen», schreibt Regierungsrätin Carmelia Maissen im Vorwort der Jagdbetriebsvorschriften 2026 des Kantons Graubünden. Die Jägerschaft trage massgeblich dazu bei, die Ziele der «Strategie Lebensraum Wald-Wild 2021» zu erreichen. Zur nachhaltigen Verjüngung der Wälder ist es gemäss Amt für Jagd und Fischerei auch wichtig, Rehgeissen und Gämsen intensiv zu bejagen. In den Rehtestgebieten wurden in diesem Frühling 970 Tiere gezählt, 46 Rehe mehr als 2025. Die Gäms- und Rehjagd erfolgt heuer im Rahmen der Vorjahre. 

Wie bereits letztes Jahr wird die Bündner Jägerschaft erneut während der Hoch- und Sonderjagd in die Wolfsregulation miteinbezogen – allerdings nur Jägerinnen und Jäger, die eine Lizenz für Wolfsabschüsse besitzen. Der Kanton Graubünden hat im Juli erste Gesuche zur proaktiven Regulation des Wolfsbestandes beim Bundesamt für Umwelt eingereicht. Der Bund bewilligte die Gesuche per 1. September vollumfänglich. In ihrem Vorwort schreibt Maissen, die Jagd gegen aussen zu erklären, sei eine wichtige Verbundaufgabe von Politik, Verwaltung, Verbänden und den ausführenden Personen. Die Jägerschaft müsse hohe ethische, ökologische und wildbiologische Standards erfüllen. Dies erfordere «eine weidgerechte Einstellung und grossen Respekt gegenüber dem Wild, aber auch einen fairen Umgang zwischen den Jägerinnen und Jägern». In diesem Sinne wünscht die EP/PL-Redaktion: «In bocca d’luf»!