HomePolitikWirtschaftTourismusBildung/SozialesKulturSportBlaulichtGesundheitNatur/Umwelt

Archivfoto: Martina Fontana

Archivfoto: Martina Fontana

Höhenrekord für Steinpilze in den Alpen

Steinpilze auf 2440 Metern über Meer: Da staunten Studierende und ihre Betreuenden von der ETH Zürich nicht schlecht, als sie die beliebten Speisepilze oberhalb von Scuol entdeckten. Es ist das höchste bisher bekannte Vorkommen in den Alpen.

Es war ein Zufallsfund, wie Artemis Treindl von der ETH Zürich gemäss einer Mitteilung der Hochschule berichtet. Sie und Adrian Leuchtmann betreuten eine Feldarbeitswoche in Scuol für Biologie- und Umweltstudierende, als Treindl auf die Steinpilze stiess. Aus dem Fund mitten im Skigebiet Motta Naluns ergibt sich ein neuer Höhenrekord für Steinpilze in den Alpen. Die bisher höchsten Standorte lagen im Tessin und in Österreich auf 2200 Metern über Meer.
Den Weltrekord halten die neu gefundenen Steinpilze allerdings nicht: In den Rocky Mountains haben es diese Pilze bis auf 3500 Meter über Meer geschafft.

Ungewöhnlicher Partner
Nicht nur der hoch gelegene Standort, auch der Pflanzenpartner der Steinpilze in Motta Naluns sei ungewöhnlich, schrieb die ETH weiter. Viele Pilze bilden im Erdreich um die Feinwurzeln von Pflanzen ein Geflecht aus Pilzfäden. Beide Organismen profitieren von der Partnerschaft (Symbiose): Der Pilz versorgt die Pflanze mit Nährstoffen und Wasser und erhält von der Pflanze Kohlenhydrate.
Die nun entdeckten Steinpilze hatten sich einen bisher unbekannten Partner ausgesucht, die Kraut-Weide Salix herbacea, wie die Forschenden im Fachblatt «Alpine Botany» berichteten. Dieser Zwergstrauch ist an die harschen Bedingungen der alpinen Zone oberhalb der Baumgrenze angepasst. Wahrscheinlich seien die Steinpilze aus Mangel an geeigneteren Alternativen auf die Kraut-Weide ausgewichen, sagte Leuchtmann gemäss der Mitteilung.

Herkunft noch unklar
Offen bleiben die Fragen, wie es die Pilze auf diese Höhe geschafft und wie sie den Pflanzenpartner gewechselt haben. Das wollen die Forschenden in weiteren Untersuchungen ermitteln.
Möglicherweise habe der Wind Pilzsporen dorthin verfrachtet, oder es könnte sich um ein Relikt aus früheren Zeiten handeln, als die Baumgrenze noch viel höher lag als heute, schrieb die ETH. Heute liegt die Baumgrenze in den Alpen nämlich vielerorts tiefer als es eigentlich von Natur aus möglich wäre, weil der Mensch Wald für Weideland rodete. Auch der Klimawandel könnte eine Rolle spielen, dass sich die Steinpilze in grösserer Höhe wohlfühlen.

Autor: sda

Archivfoto: Martina Fontana


Noch keine Kommentare

1000/1000
  • 1-Zimmer-Wohnung – Samedan
  • Herbstlager Muzzerone, Toskana – SAC
  • Marco Giacometti
  • Wilde Zeiten im Morteratsch
  • 3½-Zimmer-Wohnung – St. Moritz/Champfèr
  • @ kronenstübli
  • collavuratur gruppa da lavuors cumünelas
  • EIN THEATERABEND MIT DEM BERÜHMTEN BÜNDNER SCHAUSPIELER ANDREA ZOGG
  • ARVENSTUBE – Waldhaus SIls
  • GEMEINDE ST. MORITZ
  • Hotel Restaurant Corvatsch
  • Veduta Hotel Restorant
  • RESTAURANT CHASELLA
  • Le Prese
  • SP
  • PLD
  • ALPABZUG - JUBILÄUM 50 JAHRE ÄLPLER
  • BLACK & BLUE JAZZ BAND – Music@celerina