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Ellen Schneider       Foto: Daniel Zaugg

Ellen Schneider Foto: Daniel Zaugg

Zeitungsluft geschnuppert

Ellen Schneider berichtet über ihre vier Schnuppertage als Jungredaktorin im Engadin: von ihren Erfahrungen in der EP/PL-Redaktion über den Kauf passender Bustickets bis hin zu den olympischen Jugend-Winterspielen, bei denen sie dabei war.

Als ich mit dem Zug in St. Moritz ankam, hatte ich bei der «Südostschweiz» zwar schon einen Vorgeschmack auf die Arbeit bei der Zeitung bekommen, doch ich hatte keine Ahnung, was mich am neuen Ort alles erwartet. Mit der Chipkarte für die Bustickets kam ich jedenfalls schon so gut klar, dass ich erst mal ein Ganztax löste, obwohl ich nur ein Halbtax gebraucht hätte.
In der Redaktion angekommen, stellte mir Miriam, eine Redaktorin, die Mitarbeiter vor und führte mich durch die Redaktion und die Druckerei, in der es übrigens sehr gut roch – ich liebe den Geruch von Druckerschwärze, warmen Papierbögen und Maschinen.
Anschliessend konnte ich mit Dani, dem Fotografen, zur Bobbahn gehen und den Bob- und Skeletonfahrern beim Training zuschauen. Eine Aktion, die letztendlich beinahe den tragischen Verlust meiner Extremitäten zur Folge hatte. Nein, im Ernst, ich dachte die ganze Zeit, mir würden gleich die Zehen abfrieren. Immerhin hätte ich dann noch eine interessante Geschichte für mein Referat in der Schule gehabt. Dass die Bobbahn die älteste der Welt ist, hat mich ziemlich beeindruckt. Wieder in der Redaktion, konnte ich selbst eine provisorische Fotoseite gestalten, die wir dann mit jener von Dani verglichen. Dann auf der Heimfahrt merkte ich, dass das schon die dritte Fahrt an diesem Tag war und dass ich auch eine Tageskarte zum Preis von zwei Fahrten hätte kaufen können. Am Mittwoch zog ich mich um zwei Schichten wärmer an und ging mit Dani aufs Schwarzeis, um die Eisschnellläufer zu sehen und ein Interview zu führen. Daraus habe ich dann einen Artikel gemacht. Ausserdem habe ich mir diesmal eine Tageskarte gekauft, nur um kurz darauf zu erfahren, dass ich am nächsten Morgen abgeholt werden würde. Spätestens da habe ich gemerkt, dass der Kauf vorteilhafter Bustickets definitiv nicht zu meinen Talenten gehört.
Das Mittagessen am Donnerstag war aber echt klasse - wir waren zusammen in einem Restaurant. Anschliessend ging es mit Redaktor Jon nach Madulain zu einer Künstlerin für ein weiteres Interview. Ausserdem bekam ich an diesem Tag mit der Akkreditierung für die olympischen Winterspiele ein Passepartout für ganz St. Moritz, das mich vor der Tücke der Bustickets bewahrte. Allerdings ist die Akkreditierung auch für die RhB gültig, ich habe mir aber schon ein Retourticket gelöst. Wenn ich das gewusst hätte ... Aber ich habe eine wirklich schöne Zeit im Engadin verbracht, habe Artikel geschrieben und gesehen, wie Layouter und Korrektoren arbeiten. Bei beiden Zeitungen habe ich am Ende auch ein Ausbildungsangebot bekommen. Vielleicht werde ich in Zukunft ja tatsächlich bei den Medien arbeiten ...


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