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Foto: Jürg Baeder

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Die Meisterwurz

Die Meisterwurz wird als Heilpflanze in der Literatur nur selten erwähnt. Sie ist auch entsprechend wenig erforscht. Die Pflanze wirkt gegen verschiedenste Giftwirkungen auf Körper und Seele.

Die Meisterwurz (Peucédanum ostruthium L.) kommt bei uns häufig vor, im Wald, an Waldrändern und eher schattigen Orten, oft auch den Wegen entlang und in Schluchten. Auffällig ist der Duft dieser Pflanze, eine feine Nase kann diese Pflanze sogar riechen. Mein Vater verwendete die Wurzelstöcke zum Räuchern der Wohnung. So ist der Geruch dieser Pflanze in meinen Erinnerungen stets präsent.
Die Pflanze wird 50 bis 100 Zentimeter hoch. Der Wurzelstock ist graubraun und treibt Ausläufer. Der Stängel ist stielrund, schwach gerillt, kahl. Die Grundblätter sind doppelt dreizählig, die Blättchen eiförmig bis länglich, etwa vier Zentimenter breit, grob gesägt und unterseits blassgrün. Die seitlichen Blätter sind zweispaltig, die endständigen dreispaltig. Die Stängelblätter sind klein mit aufgeblasenen, häutigen Scheiden. Die weissen Blüten bilden zusammengesetzte, reichblütige Dolden. Sie gehört zu den sogenannten Umbelliferen (Doldenblütler).
Interessant sind die Inhaltsstoffe. Die ätherischen Öle enthalten zu 95 Prozent Terpene (Pinen, Phellandren, Limonen). Ferner finden wir Furancumarine (Imperatorin und Osthrutol) Peucenin, Phtalide du Polyine. Gerb- und Bitterstoffe.
In der Literatur finden wir interessante Hinweise auf diese Pflanze, die das Selbstbewusstsein und die inneren Kräfte stärkt. Sie wird auch als ein äusserst potentes Antidot bezeichnet. So wirkt sie gegen verschiedenste Giftwirkungen auf Körper und Seele. Hildegard von Bingen gibt ein Rezept gegen Fieberzustände aller Art. Dabei werden zerstossene Wurzeln mit einem halben Becher Wein übergossen und über Nacht stehen gelassen. Am Morgen wird nochmals ein halber Becher frischer Wein dazugegossen und jeweils vor den Mahlzeiten davon getrunken. Dies soll man drei bis fünf Tage lang tun und werde geheilt. Die Pflanze ist zu wenig erforscht. Mit den heutigen «neuen» Krankheiten und Gefahren wie Dengue-Fieber, Malaria, Viruskrankheiten (Corona) und weitere wäre hier ein weites Forschungsfeld gegeben.
Traditionell verwendet man die Wurzelstöcke, um daraus Tinkturen oder Teezubereitungen herzustellen. Erntezeit ist in den Monaten September/Oktober oder März/April. Eingesetzt wird die Meisterwurz gegen Blähungen, Magenbeschwerden, bei Verdauungsproblemen, aber auch bei Vergiftungszuständen, Fieber, Husten mit Verschleimung der Atemwege. Es steigert die Abwehrkräfte und fördert eine gesunde Lebenseinstellung.
Für eine Teezubereitung braucht man ein bis zwei Gramm Meisterwurz (zerstossen oder zerkleinert). Mit kochendem Wasser übergiessen und 15 Minuten ziehen lassen. Tinkturen sind im Handel erhältlich (drei bis fünf Tropfen ein bis drei Mal täglich in etwas Wasser oder auf die Zunge geben). Leider gibt es keine klinisch geprüften Belege. Die Meisterwurz hat sicherlich noch einiges zu bieten, wenn man danach sucht und neue Forschungen betreibt. Nebenwirkungen sind bei normaler Anwendung keine bekannt (Räuchern/Wein/Tee/Tinktur).
Wichtiger Hinweis: Die in der Engadiner Kräuterecke beschriebenen Heilpflanzen sind in verschiedenen Fachbüchern zu finden. Jürg Baeder ist Eidg. Dipl. Drogist und hat langjährige Erfahrung mit Heilkräutern. Da auch bei den Heilkräutern Verwechslungen möglich und zum Teil auch Anwendungseinschränkungen zu beachten sind, sollte man eine Fachperson konsultieren. Der Autor weist auf die Eigenverantwortung hin.

Autor und Foto: Jürg Baeder


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