Laut dem künstlerischen Direktor des Kunstmuseums, Stephan Kunz, habe die Ausstellung rund 25 000 Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern an- und in ihren Bann gezogen. «Es ist die mit Abstand erfolgreichste Ausstellung seit der Wiedereröffnung des erweiterten Kunstmuseums, verbunden mit einem beachtlichen, nationalen wie internationalen Medienecho», so Kunz.

Die Ausstellung konzentriert sich auf die Frühwerke von Alberto Giacometti, der als Sohn von Giovanni und Annetta Giacometti-Stampa 1911 in Borgonovo zur Welt kam und 1966 in Chur starb. Neben Selbstbildnissen Albertos und Porträts, die Vater Giovanni immer wieder von seinem Sohn malte, zeigt die Ausstellung auch zahlreiche Porträts, die Alberto im familiären Umfeld schuf und zeichnet in verschiedenen thematischen Abschnitten auch Albertos künstlerischen Aufbruch nach, der ihm letztlich den Weg zu seiner späteren Tätigkeit als Maler, Bildhauer und Grafiker ebnete.

Stephan Kunz führt das grosse Publikumsinteresse darauf zurück, dass Alberto Giacometti als einer der international berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts gilt, «aber auch, weil wir mit dem Frühwerk einen Aspekt seines Schaffens zeigen, der so noch nie zu sehen war». Die Ausstellung erzähle eine aussergewöhnliche Geschichte, «die Leute sind neugierig zu erfahren, wie Alberto Giacometti zum Künstler wurde und zu sehen, wie begabt er war und mit welcher Verve er schon in frühen Jahren Künstler werden wollte und dabei einzigartige Werke schuf».

Die Ausstellung ist dem Schweizer Kunsthändler und -sammler Eberhard W. Kornfeld gewidmet, ist in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich, der Giacometti-Stiftung und mit Unterstützung der Fondation Giacometti Paris entstanden und ab Sonntag Geschichte. Eine Verlängerung der Ausstellung ist laut Stephan Kunz deshalb nicht möglich, weil sie aus zahlreichen unterschiedlichen internationalen Leihgaben besteht und «die Arbeiten zum Teil sehr heikel sind und die konservatorischen Bedingungen eine Leihdauer von maximal drei Monaten vorschreiben.»

 

Autor und Fotos: Jon Duschletta