Wenn das Wohl eines Kindes oder eines Jugendlichen Anlass zur Sorge gibt, sind eine rasche Einschätzung und ein sicheres Vorgehen entscheidend. Die Fachberatung unterstützt Fach- und Bezugspersonen in solchen Situationen kostenlos und anonym.

Besonders häufig wird die Fachberatung bei länger bestehenden oder komplexen Situationen beigezogen, wie die Standeskanzlei in einer Medienmitteilung schreibt. Bei Bedarf kann eine interdisziplinäre Fokusgruppe die Einschätzung ergän­zen. Ihr gehören Fachpersonen aus Medizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Polizei, Kindes- und Erwachsenenschutz sowie Opferhilfe an. Ergänzend unterstützt das Arbeitsin­strument «Cumpass» Fachpersonen dabei, ein ungutes Gefühl systematisch einzuordnen. Auch die Schulungen stossen auf Interesse: Im März dieses Jahres nahmen rund 60 Personen an Einführungsschulungen teil. Weitere Veranstaltungen zu «Cumpass» sowie ein Anlass im Rahmen der Aktionstage gegen häusliche Gewalt im Dezember in Chur sind geplant.

Im zweiten Pilotjahr stehen der Ausbau der Vernetzung und die Nachbe­ra­tung im Zentrum. Ziel ist es, die Fachberatung Kindesschutz und «Cumpass» dauerhaft als niederschwellige und verlässliche Angebote im Kanton Graubünden zu etablieren. Je früher Gefährdungen erkannt und passende Schritte eingeleitet werden, desto besser können Kinder und Jugendliche geschützt und unterstützt werden.

Die Fachberatung Kindesschutz ist von Montag bis Freitag, 8.30 bis 17.00 Uhr, erreichbar. Telefon 081 257 65 91

Medienmitteilung: Standeskanzlei Graubünden
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