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Zwei Generationen, zwei gänzlich unterschiedliche Kunststile – Tante Rita Bina Schmidt und ihr Enkel Men Schmidt. Foto: Jon Duschletta

Zwei Generationen, zwei gänzlich unterschiedliche Kunststile – Tante Rita Bina Schmidt und ihr Enkel Men Schmidt. Foto: Jon Duschletta

Schmidt und Schmidt – zwei Generationen stellen aus

Unterschiedlicher könnte die Kunst der Champfèrer Naturmalerin Rita Bina Schmidt und ihres Neffen Men nicht sein. Trotzdem wagen sie aktuell ein Experiment und stellen im  Heilbadzentrum in St. Moritz gemeinsam neue Werke aus.

Sie, Rita Bina Schmidt, vor 70 Jahren in Bergün geborene und seit mittlerweile 50 Jahren im Engadin beheimatete Landschafts- und Naturmalerin und er, Men Schmidt, 32-jährig, ebenfalls in Bergün geborener und im Engadin ausgebildeter Möbelschreiner, haben kunstmässig eher zufällig zueinander gefunden. Men schenkte seiner Tante eines seiner Werke, eine Komposition mit Hobelspänen, und diese lud ihn spontan zur gemeinsamen Ausstellung ein.
Für Men Schmidt ist es die erste öffentliche Ausstellung überhaupt. Er absolvierte an der Academia Engiadina in Samedan die Handelsmittelschule, jobbte in diversen Berufen, vom Imbissverkäufer bis zum Filmeditor, ehe er sich für eine Möbelschreinerlehre entschied. Drei Jahre davon bewältigte er in St. Moritz, das Abschlussjahr samt Diplom dann in Zürich.
«Ich bin gerne am experimentieren, habe immer wieder Ideen im Kopf und versuche diese mit verschiedenen Materialien umzusetzen», so Men Schmidt, der bei seinen Exponaten aus Holz, flexiblem, schwarzem Stoff, Zement, Epoxidharz und diversen Gegenständen bescheiden von «ersten Versuchen» spricht. Mitte September beginnt er an der Hochschule Luzern den Bachelor of Arts in Industriedesign mit Schwerpunkt Produktdesign und lässt sich überraschen, von dem was dannzumal kommt und als nächstes in seinem Leben passiert.

Meine Bilder sind mein «Tagebuch»
Keine Unbekannte ist hingegen Mens Tante Rita Bina Schmidt. Verschiedentlich hat sie schon im Heilbad ausgestellt und ist sommers wie winters in der Natur anzutreffen, wo sie sich nicht nur am liebsten aufhält, sondern immer wieder mit Öl und Leinwand oder auch mal mit Acryl und Papier arbeitet. Neben dem Oberengadin haben es ihr auch die Landschaften, das Licht und die Farben Sardiniens angetan.
Seit Jahr und Tag ist sie begeistert von ebendiesen drei Elementen der Bildgestaltung, vorab von den speziellen Lichtverhältnissen im Gebiet der Oberengadiner Seenplatte, von den hiesigen, unvergleichlichen Farben, von naturgegebenen, festen wie vergänglichen Formen und dem steten Wandel der vier Jahreszeiten. «Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht meine Farben anmische, male und auch mal etwas Neues ausprobiere.» Davon zeugt auch die grosse, für den engen Korridor des Heilbads manchmal zu grosse Auswahl an neuen, in den letzten drei Jahren entstandenen Werken. «Meine Bilder sind mein Tagebuch. Anstatt den Ort an dem ich gerade bin zu beschreiben, male ich ihn», so Rita Bina Schmidt.
1974 hat sie die Accademia Cimabue in Mailand besucht und die Ratschläge ihres «Lieblingsprofessors Santagostino» verinnerlicht: «Höre nie auf Kunstkritiker, sondern immer nur auf dich selbst.» Und noch ein weiterer Tipp Santagostinos ist ihr bis heute geblieben: «Ein Bild sollte immer als Ganzes, aber ebenso in verschiedenen Ausschnitten funktionieren», sagt sie, nimmt einen kleineren Passepartoutrahmen zur Hand und hält diesen zur Demonstration an verschiedene Bereiche ihres Winterbildes «Piz Roseg». Tatsächlich, die Ausschnitte funktionieren und könnten in der Einzelbetrachtung durchaus auch als eigenständige Bilder bestehen.

Den Augenblick einfangen
So gerne Rita Bina Schmidt in der Natur malt, so unbehaglich ist ihr, wenn ihr zufällig Vorbeikommende über die Schulter schauen und sie über ihre Arbeitsweise ausfragen. «Ich will ja nicht unhöflich sein, aber ich will mich in solchen Momenten einzig auf meine Arbeit konzentrieren und muss mich oft genug auch beeilen, um die Stimmung des Augenblicks einzufangen», rechtfertigt sie sich.
Augenblicke, die sie liebt und von denen sie sich oft nur schwer wieder abwenden kann: Winterstimmungen im fliessenden Übergang vom Tag in die Dämmerung, von der Sonne beschienene Firnschneeberge, Blicke auf Seen, Seeufer und durchs Wasser hindurch auf den Seegrund, in den Farben der Jahreszeiten und den Stimmungen des aktuellen Wetters dargestellte Siedlungen wie Isola oder Grevasalvas, Aussichtsorte wie die Fuorcla Surlej oder Berge wie der Piz Corvatsch, da la Margna oder ihren Lieblingsberg, der Piz Roseg – sie alle widerspiegeln sich in Schmidts Bildern, immer wieder.

Die Ausstellung von Rita Bina und Men Schmidt im Heilbadzentrum in St. Moritz-Bad wurde bis Ende September verlängert und ist jeweils montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Autor und Foto: Jon Duschletta


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