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Blick auf die «Emoji»-Installation das holländische Künstlerduo «Studio Moniker» im Digital Village am Bahnhof. Foto: Jon Duschletta

Blick auf die «Emoji»-Installation das holländische Künstlerduo «Studio Moniker» im Digital Village am Bahnhof. Foto: Jon Duschletta

Digitales zwischen Belustigung und Beklemmung

Getreu seinem Motto «Top of the World» präsentiert St. Moritz aktuell einen Blick auf die Welt digitaler Künste. Das Kulturfestival «Window of the World» lädt noch bis Mitte Oktober dazu ein, in eine Vielzahl Fenster zur Welt zu blicken. Das belustigt und beklemmt gleichermassen.

Was macht die Corona-Pandemie mit den Menschen, was mit der Welt? Die Macher des digitalen Kunst- und Kulturfestivals «Window of the World» – St. Moritz Tourismus sowie Hans Peter Riegel und Tanja Hollenstein der Kulturproduktionsfirma Riverside AG – stellen sich mit dem Festival genau dieser Fragestellung, tauchen ein in eine immer wichtiger werdende digitale Welt und bringen so frischen Wind nach St. Moritz.
Unter dem Titel «Re-Creation of Humanity» bespielen namhafte Protagonisten der digitalen Kunstszene, hauptsächlich mit Video-Installationen und auch Livemusik die St. Moritzer Reithalle und der mit Schiffscontainern zum «Digital Village» umfunktionierten Brache am Bahnhof. Hier ist die Auseinandersetzung mit den einzelnen Werken umso intensiver, weil jeweils ein Container einem einzigen Werk zugeordnet ist. Beispielsweise Filippo Minellis 3D-Animation von Steinen aus Bhutan (siehe EP/PL vom 13. August), dem audiovisuellen Verwirr- und Verzerrspiel der chinesischen Videokünstlerin Ying Huang oder den beiden – gegensätzlicher nicht sein könnenden Arbeiten von Hans Peter Riegel und dem Künstlerduo Luna Maurer und Roel Wouters von «Studio Moniker».

Sozialkritik und Augenzwinkern
Riegel bespielt mit seinem beklemmenden Werk «All waters are the same» seinen Container als einziger von innen nach aussen. Und das mit gutem Grund: Er lässt so die Umgebung des St. Moritzersees bewusst Teil seiner Installation werden und bringt diese reale Umgebung als beispielhaften Sehnsuchtsort in direkte Verbindung zum fast statischen Blick auf die glitzernde Wasseroberfläche des Mittelmeeres und dem Stimmengewirr von in der ganzen Tragik der Ereignisse unsichtbar bleibenden Bootsflüchtlingen.
Diese gesellschaftskritische Installation kontrastiert stark mit dem sechsminütigen Kurzfilm «Emoji is all we have» des Künstlerduos «Studio Moniker» in einem anderen, nur wenige Meter entfernten Container. Roel Wouters als gelbes Emoji bemaltes Gesicht zeichnet ununterbrochen bekannte Smileys als belustigendes Mienenspiel nach und erweckt die im digitalen Alltag oftmals unbedarft verwendeten, digitalen Bildschriftzeichen, die uns in der digitalen Kommunikation helfen, Stimmungs- oder Gefühlszustände auszudrücken, zum Leben.

Digitales Tummelfeld Reithalle
Ein gänzlich anderes Bild erwartet die Besucher in der Reithalle. Hier begrüsst erstmals eine statische Installation die Besucher: Das auf grosser Blache aufgedruckte Werk «Online Culture War», eine Momentaufnahme der «Landkarte der Digitalen Welt», geschaffen auf der entsprechenden digitalen Plattform und kontinuierlich mit neuen globalen Ereignissen ergänzt durch die Pariser Künstlergruppe «Disnovation.org».
Ansonsten dominieren in der Reithalle Videoinstallationen verschiedenster Herkunft und Ausrichtung: Von weiteren, diesmal durch und durch digitalisierten Inhalten von «Disnovation.org» über Sonnenuntergänge aus aller Welt, welche der belgische Künstler Dries Depoorter aus öffentlichen Webcams generiert und weiterverarbeitet hat, bis hin zu weiteren Videoarbeiten des holländischen Künstlerduos «Studio Moniker» – augenzwinkernd allemal, wenn auch gänzlich ohne Emojis.

Das St. Moritzer Digital Art & Culture Projekt «Window of the World» in der Reithalle und am Bahnhof ist bis 18. Oktober jeweils mittwochs bis sonntags von 14.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Infos unter: www.window-of-the-world.com

Autor und Foto: Jon Duschletta


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